DIFFUS

DIFFUS Weltreise: 5 spannende Künstler:innen aus Tschechien

Posted in: Features

Bei unserer heutigen DIFFUS Weltreise bleiben wir in Mitteleuropa und machen Stopp in Tschechien. An dem Land kommt man in der vorweihnachtlichen Zeit quasi eh kaum vorbei, denn das Märchen „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ mit der tschechischen Schauspielerin Libuše Šafránková in der Hauptrolle läuft im Programm der Öffentlich-Rechtlichen fast in Dauerschleife. Doch was geht eigentlich musikalisch gerade so in dem Binnenstaat?

Wir haben die tschechische Musiklandschaft für euch unter die Lupe genommen und sind auf fünf wunderbare Neuentdeckungen gestoßen. 

Amelie Siba

Es gibt unterschiedliche Arten, Musik zu hören und sich in selbige zu verlieben. So achten die einen auf Text, die anderen auf Melodie und wieder anderen sind verzaubert von außergewöhnlichen Stimmen. Eine Musikerin, an der vor allem zuletzt genannte Musikonsument:innen nicht vorbei kommen, ist Amelia Siba. Mit ihrer sanften und trotzdem durchdringenden Stimme baut die junge Musikerin eine so intime Spannung zwischen sich und ihren Zuhörer:innen auf, dass man wie von selbst das Gefühl hat, ihr plötzlich all die eigenen dunklen Geheimnisse verraten zu wollen.

Amelie Siba – Ljubljana

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


Da sich beim Musikstreaming solch eine Kommunikation eher schwierig gestaltet, übernimmt Amelia Siba selbst diesen Part und erzählt offen und ehrlich vom Erwachsenwerden und dem Schmerz und der Unsicherheit, die ihr bei der Suche nach dem eigenen Ich begegnen. Untermalt von weichen Gitarrenmelodien baut sich so die für Amelia charakteristische verträumte Atmosphäre auf, die uns von Sekunde eins an begeistert. 

Empfohlene Anspielstationen: „Velvet Skin“, „Love Cowboys“

viah

Freund:innen des Reeperbahn Festivals dürften das tschechische Dreigespann viah schon kennen. Im September 2020 sorgten die drei Musikerinnen für unvergessliche Minuten im Thomas Read Club am Nobistor in Hamburg, als sie in bunten Overalls und mit einem Haufen Effektgeräten im Gepäck ihren Zuschauer:innen eine Pause vom stressigen Alltag gönnten und sie mit auf eine Reise ins Unbekannte nahmen. Das Wort „Unbekannt“ nutzen wir hierbei übrigens nicht ganz willkürlich, denn wer sich dem Elektro-Pop-Sound von viah hingibt, den erwarten überraschende, musikalische Twists.

viah – Samurai

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


Den Klang von viah in einem einzigen Wort zu beschreiben, würde dem definitiv nicht gerecht werden. Immer wieder schleichen sich Einflüsse aus Electronica, House, Rap und Dancehall ein, die gepaart mit dem oft mehrstimmigen Gesang von Vi Tranová, Veronika Hurtová und Rosalie Malinská zu futuristischen Songs werden und hin und wieder an Acts wie Flume oder Crooked Colours erinnern. 

Empfohlene Anspielstationen: „Samurai“, „Nobody“

Terra

Mit geballter weiblicher Power hat uns auch Terra aus der tschechischen Hauptstadt Prag überzeugt. Erst im Mai 2020 wurde sie vom Radiosender Radio Wave im Rahmen des jährlichen Radio Wave Starter Talentwettbewerbs entdeckt und gilt seitdem als Rising Star am tschechischen Popmusik-Himmel. In ihren Songs bricht Terra die Grenzen zwischen Pop, Rap und Rave und landet damit irgendwo zwischen der stimmlichen Intensität von Lorde und dem ausgeflippten Hyperpop von Grimes. Damit ist sie ein wichtiger Bestandteil der tschechischen Clubmusik-Szene. 

Terra – Cold

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


Aktuell arbeitet und tourt Terra vermehrt mit Kewu, einem in Prag ansässigen Produzenten und einem der vielseitigsten DJs des Landes. Gemeinsam tasten sich die beiden langsam, aber sicher immer weiter vor und erkunden die Tiefen des Hyperpops. 

Empfohlene Anspielstationen: „Whorecore“, „Cold“

Giudi

Giudi ist ein Gesamtkunstwerk. Spielerisch leicht kombiniert die Tschechin Musik mit Mode und Kunst, so dass am Ende jedes Mal ein multisensorisches Erlebnis steht, das Augen zum Leuchten und Ohren zum Glühen bringt. Genau diese Einzigartigkeit, die sowohl in Giudis Auftreten als auch ihrer Musik liegt, brachte der Musikerin in der Vergangenheit bereits Kooperationen mit einflussreichen Namen der Mode- und Multimediabranche ein.

Giudi – Slepping Boy

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


2018 gewann Giudi den Silver Award für neue KünstlerInnen bei den Czech Music Awards, doch mittlerweile ist die Alt-Pop/Alternative-Pop Sängerin dem Newcomer-Status entwachsen. Seit einiger Zeit veröffentlicht sie nun schon ihre Musik unter dem Londoner Label Minimal Surface und arbeitet an den Aufnahmen ihres Debütalbums. Ein Veröffentlichungsdatum ist bisher aber unbekannt. 

Empfohlene Anspielstationen: „Nobody“, „Visions“

Lenka Dusilová

Lenka Dusilová ist in dieser Liste vermutlich die Musikerin, die schon am längsten aktiv den musikalischen Output Tschechien prägt. Bereits im Alter von 16 Jahren konnte sie erste Erfahrungen im Musikbusiness sammeln und mit ihrer vertraut-warmen Stimme auf sich aufmerksam machen. Gerade um die Jahrtausendwende feierte sie ihre größten Erfolge und zählte zu den Stars des tschechischen Pop-Rock-Mainstreams. Inzwischen hat sich Lenka Dusilová doch vom Trubel abgewandt und sich der Entwicklung eines vielschichtigeren Sounds gewidmet.

Lenku Dusilová – Řeka

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


Mit Erfolg: Mit ihrem letzten Album „Řeka“ gewann sie gleich drei Anděl-Preise in den Kategorien „Solokünstlerin“, „Komposition des Jahres“ und „Album des Jahres“. Grund dafür ist vermutlich auch das Fingerspitzengefühl, dass Lenka Dusilová immer wieder beweist, wenn es darum geht, unterschiedliche Genres in ihre Musik einzuflechten. Sei es Folk, Singer-Songwriter, Pop oder ganz traditionelle und experimentelle Klänge – all das findet seinen wohlverdienten Platz bei Lenka Dusilová.

Empfohlene Anspielstationen: „Řeka“2, „Baromatická“

Cover neues DIFFUS Magazin

Das neue DIFFUS Print-Magazin

Titelstory: Ikkimel

Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.