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Edo Saiya verdeutlicht mit seinem neuen Tape „This Was Home“, warum er gerade zu den vielversprechendsten deutschsprachigen Künstlern zählt

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Tagged: Edo Saiya

Edo Saiya zählt gerade zu vielversprechendsten deutschsprachigen Künstlern. Im DIY-Style veröffentlichte, der aus dem Ruhrpott stammende Rapper, gleich vier Projekte im letzten Jahr. Mit „Somnia“ trat er auf die musikalische Landkarte, auf  „Azur“ verdeutlichte er sein unfassbares musikalisches Talent und lieferte zusammen mit Felikz das Kollabo Projekt „Flight of Fancy“. Ende Dezember veröffentlichte er „Broken Displays Broken Promises“ und setzte damit seinen musikalischen Grind fort. Mit „The cold hit hard“ präsentierte der junge Rapper Anfang 2019 ein „düsteres“ Werk. Dabei haben alle seine bis dato veröffentlichten Tapes eines gemeinsam: In seinen Tracks reflektiert Edo seinen Lifestyle zwischen durchgemachten Nächten, Drogenkonsum und der ehrlichen Reflexion der eigenen Persönlichkeit. Dabei bedient sich Edo Saiya progressiven Sounds voller treibender Drums oder drückender 808-Bässe und vermischt diesen Klang mit Genregrenzen sprengenden Elementen aus Rock, Indie, RnB und Alternative.

Edo Saiya – Okay

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Nun veröffentlichte er mit seinem neuen Tape „This was home“, seine bisher sechste Veröffentlichung innerhalb von eineinhalb Jahren. Wer hierbei jetzt an der Qualität bei so einem großen Output zweifelt, dem sei gesagt: Edo Saiya lebt für die Musik. „Das ist mein Leben, ich wüsste nicht, was ich sonst den ganzen Tag machen soll, wenn ich mich nicht ins Studio klemmen würde und schreiben, produzieren und viben würde (…) ich werde an dem Tag an dem „Broken Displays Broken Promises“ rauskommt, direkt weiter machen.“, erklärte der junge Rapper. Das geschah dann auch. Nach „The Cold hit hard“, veröffentlichte er mit „This was home“ sein zweites musikalisches Werk in diesem Jahr. Anders als der düstere Vorgänger klingt das neue Tape insgesamt heiterer, fast schon sommerlich. Die siebzehn Songs eröffnen wie die Vorgänger ein Einblick in Edo Saiyas Gefühls- und Gedankenwelt. So feiert er sich und seinen Lifestyle in Teilen des Mixtapes, um dann wieder im nächsten Moment diesen zu verteufeln und zu kritisieren. Der junge Rapper vertont seine gelebte Ambivalenz. Zusammen mit seinen Produzenten Consent2k, Fucmarty, Overshiaat, Ryo the goul, Ocean beats, Symtex128, Sulto, Alecto, Dumbboii und Robin, kreiert er eine Klangwelt voller warmer und treibender Sounds, welche er mit alternativen Genres mixt.

Edo Saiya – Horizont

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So beginnt „This was home“ direkt mit einem Sample des Vi Songs „<3“. Die einstige Ballade der kanadischen Sängerin lässt Edo Saiya in „Horizont“ einfließen und kreiert damit eine atmosphärische Klang-Ästhetik. „Durch die Nacht“ klingt aufgrund des melancholischen Vocals Samples und dem Arrangement, wie eine XXXTentacion Hommage. Im Gegensatz liefert er mit Tracks wie „Drizzy Shit“ oder „Bestdayever“ auch „positivere“ Klänge. Für letzteren probiert sich Edo auch erstmals mit einer englische Hook aus. Mit Felikz, Jalle, Blamepeak, Young Richie Rich und negatiiv OG hat sich der aus dem Ruhrpott stammende Künstler fünf bekannte Gesichter auf sein Tape geholt, mit welchen er in der Vergangenheit schon einige Male zusammenarbeitete. Musik ist bei dem jungen Rapper Gefühl und das lässt sich auch in „This was home“ hören. Keine ausartende Reim-Mathematik, hier und da Zeilen aus alten Tapes und ein durchgehender spannender Sound ohne Genre-Konventionen machen das mittlerweile sechste Tape zu einem der besten Edo Saiya Werke. Mit „This was home“ verdeutlicht der junge Rapper wieder einmal, warum er gerade zu den vielversprechendsten deutschsprachigen Künstlern zählt.

Edo Saiya – This Was Home

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