DIFFUS

Ein Jahr, ein Song: 2001 & Sum 41

Posted in: Features

Die Terror-Anschläge vom 11. September sind wohl das erste, an das man beim Jahr 2001 denkt. Die daraus resultierenden Kriege im Nahen Osten halten teilweise bis heute an, das Verhältnis zwischen dem Iran und den USA ist zurzeit angespannter denn Je. Was ist im Jahr 2001 ansonsten passiert? Der G8-Gipfel in Genua wird überschattet von massiven Ausschreitungen zwischen Polizei und Demonstranten, die Wikipedia wird Anfang des Jahres gegründet, ebenso wie das legendäre Berliner Hip-Hop-Label Aggro Berlin. Außerdem erscheint der zweite Teil der „American Pie“-Filmreihe, die nicht zuletzt wegen ihrer punkigen Soundtracks von Green Day über Blink-182, bis hin zu Sum 41 Kultstatus erreicht haben. Als Teenager kam man zu dieser Zeit an den American Pie Filmen wohl nicht vorbei und vermutlich hat sich jeder schon einmal erhofft, eine Hausparty im American Pie-Style zu besuchen. Natürlich nur wegen der guten Musik, nicht etwa wegen der Drogeneskapaden.

Sum 41 – Fatlip

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


„Fat Lip“ war die erste Single von Sum 41’s Debütalbum „All Killer, No Filler“ und ist bis heute einer ihrer bekanntesten Songs. Textlich beschreibt der Song die typischen Eigenschaften eines rebellischen Teenagers bzw. Punks: Sich nicht anpassen wollen, sein Ding durchziehen, keinen Wert auf die Meinung anderer geben. Von klassischem Punk-Rock entfernt, bilden die Instrumentals einen Gute-Laune-Vibe und erschaffen somit einen weiteren Meilenstein im Pop-Punk-Genre, nachdem bereits Vorreiter wie Blink-182 oder The Offspring mit ähnlichem Stil Weltberühmt wurden. Sum 41 entwickelten eine Mischung aus Pop-Punk und Skatepunk: Statt Irokesenfrisuren und Lederjacken fuhr man Skateboard im Thrasher-Hoodie – da ist es kaum verwunderlich, dass das Video zu „Fat Lip“ in einem Skatepark spielt. Nachdem Frontmann Deryck Whibley in therapeutischer Behandlung seine Alkoholsucht erfolgreich besiegte, füllen Sum 41 auch 19 Jahre nach ihrem internationalen Durchbruch Hallen und Arenen überall auf der Welt. Mit dem gleichen Enthusiasmus wie damals und einer Energiegeladenen Live-Show bieten sie dem Publikum kaum Zeit zu verschnaufen, denn ein Hit jagt den nächsten. Spätestens, wenn die ersten Akkorde zu „Fat Lip“ zu hören sind, gibt es kein Halten mehr. Egal wie alt man ist, egal wo man gerade im Leben steht, man singt die Zeilen laut mit: „I don’t want to waste my time, become another casualty of society.“

Cover neues DIFFUS Magazin

Das neue DIFFUS Print-Magazin

Titelstory: Ikkimel

Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.