Ein Jahr, ein Song: 2005, Wir sind Helden und „Nur ein Wort“
Nach erfolgloser Suche gaben die USA 2005 letztendlich auf: Im Irak waren keine Massenvernichtungswaffen zu finden, die Begründung für den Irak-Krieg damit zu Nichte gemacht. Die Welt kommt dadurch allerdings nicht zur Ruhe. Terror und Naturkatastrophen schmücken das Jahr, in dem Angela Merkel zur neuen Bundeskanzlerin gewählt wird, die ihr Amt bis heute ausführt. Zur selben Zeit vermeldet die Bundesagentur für Arbeit eine neue Rekordarbeitslosigkeit der Deutschen und der nächste Politiker gerät wegen Korruptions-Affären in die Schlagzeilen: Peter Hartz. Wahrlich nicht nur schöne Dinge, die 2005 geschehen sind. Für Viele also eher ein Jahr zum vergessen. Für Viele, aber nicht für Alle! Mit ihrem zweiten Studio-Album „Von hier an blind“ landeten Wir sind Helden prompt ein Nummer-Eins-Album und veröffentlichen damit auch einen ihrer bekanntesten Songs „Nur ein Wort“.
Wir Sind Helden – Nur Ein Wort
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Bereits das erste Album der Band um Frontfrau Judith Holofernes erreichten Platz Zwei der deutschen Charts als Höchstposition und gehörte in den Jahren 2003 und 2004 zu den meistverkauften Alben in Deutschland. 2005 erreichten Wir sind Helden mit ihrem zweiten Studioalbum „Von hier an blind“ dann den ersten Platz der Charts in Deutschland und in Österreich. Nach den Charterfolgen in deutschsprachigen Ländern entschied sich die Band dazu, vereinzelte Singles auch auf anderen Sprachen zu veröffentlichen, um damit auch andere Länder zu erreichen. So kam es dazu, dass die Singles auch auf Englisch, Französisch und sogar Japanisch erschienen. In der Limited-Edition des Albums gab es außerdem noch ein kleines Gimmick: Der Benutzer konnte die Rollen der Bandmitglieder wahllos verteilen, als Ergebnis wurde dann die Single „Nur ein Wort“ in eben jener Konstellation gespielt, die der Benutzer erstellte. „Nur ein Wort“ ist bis heute einer der bekanntesten Songs der vierköpfigen Band und wird auch gerne von Bands wie Von Wegen Lisbeth und Blond als Cover-Version ins Live-Repertoire eingebaut. Außerdem ist der Song die Titelmelodie der Talkshow „Markus Lanz“. Da der Song allein bei Spotify schon über 16 Millionen mal gestreamt wurde und als Klassiker gilt, ist es nicht verwunderlich, dass auch bei der Cover-Version auf Von Wegen Lisbeth-Konzerten das Publikum textsicher ist. Lyrisch handelt der Song von dem Versuch, mit einer sehr verschwiegenen Person zu kommunizieren. Gerade wenn man für diese Person etwas empfindet, wünscht man sich nichts mehr, als dass das Schweigen endlich endet und man wenigstens nur ein einziges Wort von der Person bekommt. Das Video zu „Nur ein Wort“ ist eine Hommage an Bob Dylans Song „Subterranean Homesick Blues“, in dessen Video ebenfalls viel mit Texttafeln und Seitenstraßen als Hintergrund gearbeitet wurde.
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