Ein Jahr, ein Song: 2008, The Kooks und „Sway“
Auch wenn den Sommer die Olympischen Spiele in Peking und die Fußball-EM in Österreich und der Schweiz die Aufmerksamkeit der Welt dominieren, ist auch weiterhin ein Thema in aller Munde: Ende April entdeckt man im niederösterreichischen Amstetten eine 42 Jahre alte Frau, die von ihrem Vater 24 Jahre lang in einem Keller unbemerkt eingesperrt gewesen war. Die Frau wurde von ihrem Vater unzählige Male vergewaltigt und zeugte mit ihm insgesamt sieben Kinder. Ihr Peiniger, Josef Fritzl, wurde daraufhin zu lebenslanger Haft verurteilt. Spätestens im November ist dann allerdings ein anderes Ereignis weltbestimmend: die Präsidentschaftswahl in den USA. Am 4. November wird mit Barack Obama erstmals ein Afroamerikaner zum neuen Präsidenten gewählt. Auch wenn die Weltwirtschaft in der Krise steckt und die EU-Staaten mit milliardenschweren Rettungspakten versuchen ihre Banken zu retten, beschert das alles den Verkaufszahlen von „Konk“ keinen Abbruch. Das zweite Studioalbum der britischen Indie-Rock Band The Kooks erreicht erneut hohe Chartplatzierungen in Großbritannien und erstmals auch in Deutschland.
The Kooks – Sway
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Der Name des Albums ist zeitgleich der Name des Aufnahmestudios, in dem die Band mit dem Produzenten Tony Hoffer bereits 2007 ihre neuen Songs aufnimmt. In Ray Davies „Konk“-Studio wird neben der normalen Version noch eine Specialversion des Albums aufgenommen, die eine zweite CD mit sieben weiteren Songs und einer neuen Version von „See The Sun“ beinhaltet. Ganze sechs Songs des Albums finden sich später als Soundtracks für verschiedene Fernsehserien oder Werbespots wieder. Als eine von drei Single-Auskopplungen wurde der Song „Sway“ veröffentlicht. Das Liebeslied ist gekennzeichnet durch eine ruhige erste Strophe, baut sich dann aber im Laufe der knapp dreieinhalb-minütigen Spielzeit auf und wird im letzten Refrain schon fast zu einer Art „Rockbalade“. Eine „Rockbalade“, die über die gesamte Länge von der Akustikgitarre bestimmt wird, aber zum Ende dann mit verzerrtem E-Gitarrensound ihren Höhepunkt erreicht. Das Video zu „Sway“ ist in schwarz/weiß gehalten und zeigt Sänger Luke Pritchard in einer alten Garderobe stehend telefonieren. Man sieht außerdem seine Bandkollegen, die allerdings zu Beginn des ersten Refrains plötzlich genauso verschwinden wie das Telefon, das Pritchard in der Hand hielt. Währenddessen beginnt das Gebäude langsam zu zerfallen.
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