Ein Jahr, ein Song: 2009, The Prodigy und „Omen“
Am 25. Juni 2009 stirbt Michael Jackson kurz vor seiner geplanten Rückkehr auf die großen Bühnen an einer Überdosis von Narkosemitteln. Die Pop-Legende lässt Millionen Fans trauernd zurück, welche daraufhin das Geschäft des Jacksons-Clans noch einmal gewaltig ankurbeln – obwohl zeitgleich unzählige Unternehmen aufgrund der Weltwirtschaftskrise ihre Pforten schließen müssen. Wenige Monate nach dem Tod von Michael Jackson (der bekanntermaßen nicht annährend einen Schlussstrich unter die Causa „MJ“ setzte, Stichwort: Leaving Neverland) hält ein erneuter Todesfall vor allem Deutschland in Schockstarre: Im November nimmt sich Nationaltorhüter Robert Enke das Leben und erweckt eine Debatte um ein zu lange tabuisiertes Thema – den Umgang mit Depressionen. Neben all der Trauer und den wichtigen Diskussionen um psychische Erkrankungen, war im Jahr 2009 auch noch Platz für positive Ereignisse. Bei der Leichtathletik-WM in Berlin brach der Jamaikaner Usain Bolt erneut seinen eigenen Weltrekord über 100 Meter, in Deutschlands Hauptstadt feiert man zudem das „Fest der Freiheit“ zum 20-jährigen Jubiläum des Mauerfalls. Passend zu einem turbulenten Jahr veröffentlichen The Prodigy im Februar 2009 mit „Invaders Must Die“ ihr fünftes Studioalbum und damit einen passenden Soundtrack für das Jahr 2009.
The Prodigy – Omen
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The Prodigy in ein Genre zu fassen gleicht einer unmöglichen Aufgabe. Ob Breakbeat, Big Beat, Electropunk, Rave oder Hardcore – alles trifft auch The Prodigy zu. Die Britische Band ist nach dem Synthesizer „Moog Prodigy“ benannt und berühmt für ihre Mischung aus verschiedenen, meist elektronischen, Genres. Im Februar 2009 bringt die Band um den inzwischen verstorbenen Frontmann Keith Flint das Album „Invaders Must Die“ auf den Markt, das in Deutschland bis auf Platz drei der Charts klettert und im Vereinten Königreich sogar Platz eins erreicht. Als erste Single-Auskopplung wird im Januar „Omen“ veröffentlicht, in Deutschland allerdings die etwas abgeänderte Bonus-Version „O“. Der Song kommt, wie bei The Prodigy üblich, ohne viel Text aus und beschränkt sich auf die wenigen Zeilen: „Now! The Writing’s on the wall. It won’t go away. It’s an Omen“. Trotz, oder gar wegen der wenigen Textzeilen kommt der Song The Prodigy-typisch mit enormer Energie daher und verspricht pure Ekstase bei Live-Auftritten der Band. Das Video zeigt ein Konzert des Quartetts mit der obligatorisch ausgefallenen Bühnenshow, bestehend aus unzähligen Lichteffekten und den beiden Tänzern/Sängern Keith Flint und Liam Howlett. Abgesehen von den Konzertaufnahmen ist im Video ein kleines Mädchen mit einem Glockenspiel zu sehen, was dem gesamten Werk eine schaurige Stimmung verpasst.
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