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Ein Jahr, ein Song: 2016, Von Wegen Lisbeth und „Meine Kneipe“

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Leonard Cohen, David Bowie, George Michael, Prince, Roger Cicero. Die Liste der KünstlerInnen, die 2016 ihr Leben lassen ist lang. Ob Wolfgang „Wölli“ Rohde als Gründungsmitglied der Toten Hosen, Prince, oder Paul Kantner. Sie alle verlassen 2016 die große Bühne des Lebens und bleiben fortan nur noch Erinnerungen. So tragisch der Tod eines berühmten Interpreten auch immer sein wird, so glücklich können wir darüber sein, dass die Kunst der Verstorbenen in der heutigen Zeit weniger schnell bis gar nicht vergessen wird. Durch das Internet und eine globalisierte Welt ist es immer leichter, Kunst mit anderen Menschen zu teilen und dafür zu sorgen, dass sie niemals in Vergessenheit gerät. Für Satiriker Jan Böhmermann ist 2016 ein Jahr der Höhen und Tiefen. Durch sein Schmähgedicht über den türkischen Staatspräsidenten Erdogan löst Böhmermann einen internationalen Skandal aus und entfacht eine allgemeine Debatte über Satire und ihre Grenzen. Knappe zwei Monate später schafft Böhmermann mit dem sogenannten „Verafake“ den ganz großen Fernseh-Coup: Im Rahmen des Neomagazin Royals schleust Böhmermann zwei Fake-Kandidaten in die RTL-Sendung „Schwiegertochter gesucht“ ein und zeigte damit deutliche Missstände in der Produktion auf.

Von Wegen Lisbeth – Meine Kneipe

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Nachdem sie die Band in der siebten Klasse des Gymnasiums gegründet hatten, schaffen Von Wegen Lisbeth 2016 mit ihrem Debüt-Album „Grande“ sofort den Durchbruch. Zwei Jahre zuvor veröffentlichen die Berliner zunächst eine EP und gastieren bei Annenmaykantereit im Vorprogramm. Im Sommer 2016 erscheint „Grande“ mit insgesamt 14 Songs. Prägend für den Musikstil der Band sind der Einsatz von ungewöhnlichen Instrumenten, wie alten Steeldrums, Kinderglockenspielen oder einer Marimba direkt vom Sperrmüll. Die Texte sind oft an Alltagssituationen und Gespräche angelehnt. Oft sei der Grundgedanke autobiographisch, allerdings würde auch viel dazu gedichtet werden, so Sänger Matthias Rohde. Die Single-Auskopplung „Meine Kneipe“ geht zurück auf eine unangenehme Begegnung in der Stammkneipe. Wenn die Ex-Partnerin plötzlich mit fremden Menschen an deinem Stammplatz auftaucht und sich ein zuvor lockerer Abend in einen Abend aus verkrampften Gesprächen und peinlicher Stille wandelt. Da liegt die Motivation Nahe, aus dieser Situation einen bitterbösen Song wie „Meine Kneipe“ zu komponieren:„Ist mir egal mit wem du chillst, schlaf auf jedem Klo mit jedem Typen den du willst. Mach mal dein Ding. (…) aber bring nie wieder deine neuen Freunde in meine Kneipe!“

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