Ein Jahr, ein Song: 2020, Disarstar und „OneTakeClip #24“
Corona ist allgegenwertig, bestimmt das Leben von uns allen und wird es auch in Zukunft noch tun. Es gilt viele offene Fragen zu klären, viele Krisen zu überstehen. Trotz allem dürfen wir nicht vergessen, was wir für ein unfassbares Glück haben in Deutschland leben zu dürfen und wie privilegiert wir sind. Was aufgrund der Corona-Pandemie leider komplett untergeht: Es flüchten immer noch Menschen, es sterben immer noch Menschen im Mittelmeer und das Flüchtlingslager Moria auf Lesbos ist immer noch überfüllt und in katastrophalem Zustand. Während hierzulande Menschen auf die Straße gehen, um gegen Corona-Schutzmaßnahmen zu demonstrieren, können sich die Menschen im Lager Moria noch nicht einmal vernünftig die Hände waschen, um sich vor dem Virus zu schützen. Zahlreiche Menschen und KünstlerInnen setzen sich aktuell unter dem Hashtag #leavenoonebehind dafür ein, dass die Flüchtlingslager an den EU-Außengrenzen sofort evakuiert werden und Deutschland zu einem sicheren Hafen für Geflüchtete wird. In seinem „OneTakeClip #24“ bezieht auch Disarstar dazu Stellung.
Disarstar – OneTakeClip #24
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Anfang März erschien Disarstars neues Album „Klassenkampf & Kitsch“, auf dem er bereits wichtige Themen wie Chancengleichheit, die Schere zwischen Arm und Reich und Feminismus anspricht. Neben seinen Studioalben veröffentlicht der Hamburger auch immer wieder kurze Songs als „OneTakeClip“. In seinem 24. OneTake, der Anfang Mai erschienen ist, geht es um die aktuelle Lage auf Lesbos, genauer gesagt um die menschenunwürdigen Zustände im Camp Moria. In knapp 2:20 Minuten macht Disarstar darauf aufmerksam, dass Waffenexporte in Millionenhöhe zu Flüchtlingswellen führen, dass die westliche Welt mindestens eine Teilschuld an der Armut in vielen Regionen dieser Welt trägt, dass Europa Werte vorheuchelt, aber Menschen an ihren Außengrenzen sterben lässt. Kurz um, dass Kapitalismus zu Armut und Flucht führt: „Wer will sich selbst retten? Wer will die Welt retten? Und wer hält Menschen eingepfercht in Zeltstädten? Wer ließ sie rein, wenn sie Geld brächten oder Geld hätten? Krieg den Villenvierteln, Friede den Wellblechen!“. Der „OneTakeClip #24“ und die kleine Kolumne „Ein Jahr, ein Song“ enden mit dem Appel: „Schockierendes Drama, ihr habt Blut an euren Händen, evakuiert das Lager!“
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