Eine Hymne für weibliches Selbstbewusstsein: Tashan und „Poppin“
Wer auf eine etwas trashige Ästhetik steht, wird bei Tashans neuem Musikvideo zu „Poppin“ fündig: Fliegende Delfine, ein überdimensionales Tashan-Phone und Strasssteine dominieren Kaleidoskop-artig die Bildfläche.
Dass die Künstlerin aus der Schweiz mit indischen Wurzeln ein Händchen für das Visuelle hat, bewies sie bereits im Musikvideo zu ihrer letzten Single „Yoga“. In diesem tauchte sie wie eine Medusa in die Wasserwelt ab.
Tashan – Poppin
Der Beat des neuen Tracks hält, wie auch der Text, vor nichts zurück, weshalb sie schon in Playlisten wie „PlayDirty“ oder „Feminine Energy“ landete. Und das ist durchaus verständlich, denn Tashan kommt mit selbstbewussten Punchlines, wie wir sie sonst von Shirin David oder Badmómzjay kennen. Wie die Künstlerin auf TikTok schreibt: „Deine Vulva bedankt sich für diesen Song“! Amen.
Give me more attitude
Tashan liebt seit jeher Hip-Hop und nahm bereits mit 14 ihren ersten eigenen Song auf. Richtig Fahrt nahm ihre Musikkarriere dann unerwartet in einem L.A.-Urlaub auf, als sich neben ihrer Unterkunft ein Musikstudio befand. Als wäre es Schicksal gewesen, verlängerte Tashan ihren Aufenthalt um drei Monate und ging tagtäglich in jenes Studio. Als sie wieder nach Hause kam, war eins klar: Sie setzte ab sofort alles auf die Musik-Karte.
Dies geschah erst mit englischen Texten auf ihrem Debütalbum „BombayMami, Vol. 1“, nun auf Deutsch mit jeder Menge Attitüde – deshalb auch der Künstlername, der „Attitüde“ auf Hindi bedeutet.
Kraftvoll feminin
Zu ihrem neuen Song sagt Tashan: „Den Song hab ich in London angefangen zu schreiben, nachdem ich eine Nacht an der PxssyPalace Party verbracht habe – die ganze Stimmung des Songs dreht sich um die kraftvolle feminine Energie in dir selbst… Das Geschlecht ist ein Konstrukt, also lasst es uns dekonstruieren and lets be poppin because when its poppin, you poppin and everything around u is poppin..“
Dem lässt sich nichts mehr hinzuzufügen, außer dass sie sowas von recht hat! Also: let’s deconstruct mit „Poppin“!
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