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Em Glasser schwebt irgendwo zwischen Trübsal und wolkenloser Heiterkeit

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Wo wir neue Musik finden oder uns aktuelle Künstler:innen begeistern, ist ganz unterschiedlich. Mal ist es das Song-Insert in einer Instagram-Story, mal eine spannende Pressemitteilung oder einfach der obligatorische Austausch mit Freund:innen über aktuelle Favoriten. Eine Musikerin, die genau über so ein Gespräch den Weg in unsere Playlist gefunden hat, ist Em Glasser.

Wie es klingt, wenn Magie entsteht? Eine gute Frage. Doch Em Glasser scheint genau diesen Prozess mit einer Leichtigkeit vertonen zu können, dass es uns schwerfällt zu glauben, dass bisher so wenig über die Singer-Songwriterin bekannt ist. Schon nach den ersten Takten ihres bisher erfolgreichsten Tracks „Strawberry Picking“ baut sich diese einnehmende Anziehungskraft auf die Hörer:innen auf, die sich nicht so schnell wieder auflöst. Doch woher kommt diese Fähigkeit?

Em Glasser – Strawberry Picking

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Em wird in Florida geboren und wächst an den sonnigen Stränden der Küste von Miami auf. Geprägt von der maritimen Kulisse, verschlägt es die geborene US-Amerikanerin im Laufe ihres Lebens jedoch nach Europa – genauer gesagt nach Wien und Berlin. Die deutsche Hauptstadt hat es der Auswanderin auch aktuell noch angetan und ist bis heute ihr persönlicher „Place to be“. Die Erfahrungen, die Em unterwegs von Miami über Wien nach Berlin machte, schrieb sie sich schließlich in eigenen Songs von der Seele und startete den Versuch, die Persönlichkeiten der drei Städte miteinander musikalisch in Einklang zu bringen.

Das Vorhaben glückte und findet seit knapp zwei Jahren seinen Weg in Form von bittersüßem Bedroom-Pop zu uns. 2019 startete Em Glasser auf Soundcloud mit ersten Song-Skizzen, die sich vorerst aus simplen Songstrukturen zusammensetzten. Doch genau diese Einfachheit machten Em’s Songs so verletzlich und ehrlich. Im selben Jahr erschien auch ihre Debüt-EP „Alright“, auf der sich erste Lofi-Beats an die Seite von verträumten Ukulelen-Sounds und süßen Backingvocals gesellen.

Em Glasser – A Little

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Thematisch beschäftigt sich die Wahlberlinerin, die nebenbei auch als Model und Fotografin die Künstler:innen-Szene beeindruckt, mit ganz alltäglichen und persönlichen Momenten, lässt ihren Zuhörer:innen aber dennoch Raum für Interpretationen. So ist ihr Song „Strawberry Picking“ von ihren Besuchen in Russland inspiriert, wo sie im Garten ihrer Großeltern Erdbeeren pflückte. Wer will, kann sich also gemeinsam mit Em gedanklich in die Vergangenheit begeben oder eine ganz eigene Interpretation starten.

„Mein Ziel ist es nicht, dass meine Zuhörer meine Geschichte verstehen. Ich möchte, dass sie ihre eigene Geschichte begreifen und meine Musik und Texte als ihre eigene interpretieren.“, erklärt Em. „Ich möchte, dass die Leute andere Dinge fühlen und Gedanken hervorrufen, die ich nicht hatte. Ich möchte, dass meine Musik den Menschen hilft, dass sie die Menschen beruhigt und dass sie sie aufregt. Ich denke, das ist das Schöne an der Musik. Es ist, wenn sie in die eigene Interpretation des Zuhörers geformt wird.“

Die Entwicklung, die Em bis zum Release ihrer aktuellen EP „April“ durchgemacht hat, könnte nicht deutlicher sein. Aus im eigenen Schlafzimmer entwickelten Song-Skizzen sind längst vollwertige und ausproduzierte Tracks geworden, die nach Nostalgie und Wehmut klingen, den aktuellen Zeitgeist jedoch nicht außen vor lassen. Irgendwo zwischen Trübsal und wolkenloser Heiterkeit schwebt Em Glasser über die zurückhaltenden Instrumentals und gibt uns zeitweise diese ganz besonderen Lana Del Rey-Vibes („A Little“).

Wir legen euch das Multitalent und ihren musikalischen Output damit dringlichst an Herz und hoffe, dass sie euch mit ihren Tracks genau verzaubert wie uns.

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