Empfehlung des Tages: Babyjoy, Ahzumjot – Wenn wir viben
Quasi seit Anbeginn der Zeit streitet sich die Menschheit um Ländergrenzen, Territorien und Nationalitäten. Bei all dem Stress vergisst man manchmal: Es ist doch eigentlich eine ziemlich schöne Sache, dass auf unserem Planeten so viele verschiedene Sprachen existieren. Deren unterschiedliche Qualitäten merkt man dabei manchmal erst, wenn man sie mal direkt nebeneinander stellt – wie es zum Beispiel im Werk der Berliner Künstlerin Babyjoy immer wieder passiert.
Auch wenn der Großteil ihrer bisheriger Projekte wie „Ophelia“ oder “Troubadour“ von deutschsprachigen R&B- und Hip-Hop-Tunes ausgemacht wurde, so mischten sich darunter immer wieder Songs wie „Sourire à l’envers“ oder „Tourne en rond“, die zeigten, dass Babyjoy auch auf Französisch eine wunderbare Singstimme hat. Nachdem sie erst kürzlich einen Gastauftritt auf dem neuen Album ihres Bruders Dead Dawg hatte, flext Babyjoy nun auf der neuen Single „Wenn wir viben“ ein weiteres Mal mit ihrer Bilingualität.
Der Song basiert auf einem simplen, aber aalglatten 808-Bounce, der direkt zum Mitwippen und -Nicken animiert. Die französische Hook tut dem trotz Sprachbarriere keinen Abbruch und bei den deutschen Rap-Parts versteht man dann auch, zu was man da die ganze Zeit schon vibed. Dabei ist vor allem die Harmonie zwischen Ahzumjot und Babyjoy beachtlich: Er mit kratzigem Autotune-Vortrag, sie mit seidigen Backing-Vocals, die dem Song einen angenehmen R&B-Drall verleihen – ein Sound, der durchaus auch bei unseren Nachbarn funktionieren könnte.
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