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Empfehlung des Tages – Chinese American Bear „All The People (所有人)“

Posted in: News

Bunter chinesisch-englischer Indie-Pop aus Seattle, das ist Chinese American Bear. Seit 2019 hat sich das Ehepaar Anne Tong und Bryce Barsten dem sogenannten Mandopop verschrieben. Ein Musikgenre, dessen Ursprung auf die 1930er-Jahre in Shanghai zurückgeführt werden kann und das seine Einflüsse aus R&B, Rock und Hip-Hop bezieht. Chinese American Bear singen sowohl auf Englisch als auch auf Mandarin und kreieren einen interkulturellen Sound, der eine wärmende Leichtigkeit vermittelt. Dabei vereinen sie den Mandopop mit einer alternativen DIY-Kultur, für die Seattle schon seit den 90er-Jahren bekannt ist.

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Reduzierter Indie-Pop mit DIY-Charme

Die neueste Chinese-American-Bear-Single „All The People (所有人)“ folgt einem bunten und zuckersüßen Lo-Fi-Vibe, der auch schon vorherige Releases geprägt hat. Auf dem grellen Album-Cover werden niedlich animierte Dumplings und allerlei andere Snacks und Kreaturen in einem Bambusdämpfer zum Leben erweckt. Anne Tong und Bryce Barsten sind ebenso klein und mittendrin, und ein großer, glücklicher Bär im Hintergrund.

Eine Traumwelt, die auch den Sound der Single ziemlich gut zusammenfasst: verträumt, verspielt und auf die beste Art und Weise kindisch. Mellotron, Bass und E-Gitarre schaffen eine gutgelaunte Melodie, die durch sanfte Synthesizer und organische Percussions unterstützt wird. Dazu gibt es recht simple, sich wiederholende Lyrics, die stark an diesen Mantra-artigen 2000er-Feel-Good-Indie-Pop erinnern. Flach oder belanglos fühlt sich „All The People“ dabei jedoch gar nicht an. Vielmehr stellt man sich die Frage, ob hinter der ganzen Niedlichkeit vielleicht auch ein wenig Melancholie steckt:  „All the people / They get over /They get married in the castle / All the people they get over / I just wanted you“.

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In dem dazugehörigen Musikvideo begleitet ein liebevoll dekoriertes Sockentheater die mehrstimmigen Vocals. Eine Ästhetik, die vermutlich in jeder Altersgruppe ihre Fans finden wird. Das kurze Gitarrensolo samt Instrumental gegen Ende des Songs gibt einem dann nochmal den letzten Dopamin-Kick und macht Lust auf mehr. Wie praktisch, dass Chinese American Bear für den 8. Mai ihr neues Album „Dim Sum & Then Some“ angekündigt haben.

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