Empfehlung des Tages: Dani Lia – schwindelig (omgomgomg)
Zwischen verschwommenen Gitarren, gelöstem Gelächter und angenehm chaotischem Beat entsteht mit „schwindelig (omgomgomg)“ ein Track, der sich anfühlt wie eine Girls-Night unterwegs in den Straßen Berlins: leicht schwindelig, chaotisch, tipsy und sorgenfrei.
Dass die gebürtige Österreicherin Dani Lia gerade überall auftaucht, kommt nicht von ungefähr: Die Sängerin und Songwriterin wurde von Spotify kürzlich zu einer der „Artists to Watch 2026“ gekürt. Ihr Markenzeichen sind Songs, die Indie-Pop mit einer selbstbewussten Attitüde und punk-rockigen Gitarrensounds verbinden. Ihren Durchbruch erreichte sie 2022 mit dem Song „alles verloren“, der „Another Love” von Tom Odell sampled. Der virale TikTok-Hit hat inzwischen über 18 Millionen Streams gesammelt. Und auch auf dem „kratzer & wunden tape“ zeigte sich die Sängerin sich verletzlich.
Dani Lia: chaotische Euphorie statt Herzschmerz
Dass Herzschmerz und Melancholie nicht zwangsläufig in schweren Balladen enden müssen, beweist Dani Lia nun auf ihrer neuen „baby T EP”, mit der auch die Single „schwindelig (omgomgomg)” ihren Release feiert. Themen wie Liebe, Chaos und Unsicherheit verarbeitet sie mit Leichtigkeit, Humor und Groove in Tracks, die sich irgendwo zwischen Pop und Indie-Rock bewegen. Inspirationen wie das britischesIndie-Rock-Duo Wet Leg blitzen dabei immer wieder durch. Dass sie musikalisch vielseitig ist, hat Dani Lia außerdem mit Features von Künstler:innen wie Yola, Aaron oder Miksu/Macloud sowie mit dem Titeltrack zusammen mit Marie Bothmer bewiesen.
Schon in den ersten Sekunden von „schwindelig (omgomgomg)” entsteht das Gefühl, mitten in eine Szene hineinzustolpern: Gelächter und Stimmen im Hintergrund. Darüber legen sich verzerrte, vielschichtige Gitarren, ein treibender Bass und eine mitreißende Dynamik, die sich letztendlich zu einer chaotischen Symphonie auftürmen. Und so gibt einem auch der Beat selbst ein taumelndes Gefühl, als würde sich alles ein bisschen zu schnell drehen. Bei einem Nachtspaziergang und zu vielen Drinks zieht eine Gruppe Freundinnen, irgendwo zwischen Übermut und Orientierungslosigkeit durch die Stadt: „Hier gibt es so viel zu erkunden / ich glaub ich hab zu viel getrunken / Geldbeutel, kein Geld drin, wir sind alle hackedicht.“ Alles wirkt spontan, laut und ein bisschen überdreht. Oder, um es in Dani Lias Worten zu sagen: „wir stolpern durch die nacht in der nacht und alle probleme sind verschwunden”.
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