Empfehlung des Tages: Esther Graf – Würde es auch tun
Diese Situation, wenn der/die Ex-Partner:in wieder in einer neuen Beziehung ist, tut anfangs schon krass weh. Dieser Schmerz wandelt sich dann oft in Wut um. Die Person, die nun das hat, was einem einmal ebenso nah und vertraut war, wird von einem regelrecht gehasst. Auch Pop-Newcomerin Esther Graf gesteht in ihrem neuen Song: „Würde es auch tun“. Aus der Perspektive der neuen Partnerin zeigt sie Verständnis für die starken Gefühle ihrer Vorgängerin, mit der sie unter anderen Umständen vielleicht sogar hätte befreundet sein können.
Auf „Würde es auch tun“ bewegt sich die Musikerin auf alternativen Indie-Pop Sounds, die einen reflektierten Text umschlingen. Esther Graf beschreibt hier eine spezielle Perspektive. Denn fast jede Liebe hat ihre Vergangenheit, die es zu überwinden gilt, wie auch Esther weiß. So bittet sie mit ihrer neuen Single um Verzeihung, obwohl es für eine neue Liebe wohl kaum einer Entschuldigung bedarf: „Doch zwischen uns liegen Welten / Ich glaub, am Ende weißt du gleich gut / Wie ich, es müsst mir eigentlich nicht leid tun / Bitt′ trotzdem um Verzeihung“, und spricht gleichzeitig ihr Verständnis aus: „Sag ruhig jedem ich wär doch nur irgend ′ne Bitch / Ja, Girl, hass mich for real / Ich würd es auch tun“.
Expertin für Gefühle
Dass die Sängerin mit großen Gefühlen umgehen kann, zeigte Esther Graf bereits auf vergangenen Projekten. Von der großen Abrechnung auf ihrer „Red Flags“ EP hin zu melancholischen Szenen, wie auf „sad = sexy“ und positiven Gedanken mit „into it“, versetzt sie sich mit ihren Songs in verschiedenste Gefühlswelten.
Esther Graf ist momentan eines der hellsten Sterne am Deutschpop-Himmel und etablierte sich mit inzwischen knapp 750.000 Hörer:innen in den letzten beiden Jahren. Nach Features mit Finch oder Alligatoah wurde auch der Rest der deutschsprachigen Pop-Welt auf die Künstlerin aufmerksam.
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.