Empfehlung des Tages: Florence Arman – Friends
Sind wir denn wirklich nur Freunde oder doch mehr? Diese Frage stellt und beantwortet sich die britische Sängerin und Songwriterin Florence Arman in ihrem neuen Song „Friends“. Nach ihrer letzten Single „Stupid Heart“ liefert sie mit „Friends“ den nächsten Vorgeschmack auf ihre kommende EP.
Im Moment als Support-Act auf der EU Tour von Milky Chance, liefert sie gleichzeitig vergangenen Freitag ihren Coming-Out-Song in From eines absoluten Pop-Knallers. Florence ist bekannt für ihren Humor, die Ehrlichkeit und Leichtigkeit, die sie auf ihre Tracks bringt. So auch auf „Friends“. Sie selbst sagt über den Song: „After dating a series of guys with varying disasterous outcomes, I fell in love with a woman. It really caught me off guard because that had never happened before and writing this song was a part of admitting and confronting this new feeling.“ „Friends“ gliedert sich dabei gekonnt in die Reihe ihres „Schlafzimmer-Pop“ ein und streicht den Sound mit der einprägsamen Stimmfarbe von Florence Arman.
Neben dem deutlich starken Gefühl, das die Künstlerin im Lyrics des Songs ausdrückt, schwingen trotzdem klare Unsicherheiten mit. Diese verpackt sie auch im Visualizer zur Single, in dem das quälende Gefühl vermittelt wird, eine unheimlich wichtige Nachricht zu vertexten. Wie sage ich denn auch am besten „I don’t wanna be just Friends“ ?
Musik als Muttersprache
Florence Arman ist Britin und lebt in Wien und London, wo sie ein Zimmer hat, ist aber zwischen London, Deutschland, Tirol und Amsterdam aufgewachsen. Dadurch kommt auch ihr musikalischer Einfluss aus den verschiedensten Ecken. Für ihre musikalische Sozialisierung ist jedoch hauptsächlich ihre Familie verantwortlich: Von ihren 63 Cousins und Cousinen sind die meisten in der Musikbranche tätig. Ihre beiden Brüder sind zudem ebenfalls erfolgreiche Musiker – einer als Jazzgitarrist, der andere als „der beste Produzent der Welt“.
Seitdem die Künstlerin 2021 ihre Debüt-EP „Out of the Blue“ veröffentlichte, gewann sie über neun Millionen Streams auf Spotify und zahlreiche Fans für sich. Zuvor war Florence Arman unter dem Namen „klei“ als Songwriterin und Feature-Künstlerin auf den Projekten großer Namen wie The Kooks, Rhys Lewis, Crystal Fighters und dem österreichischen Produzenten und Artist Filous zu hören. Doch nicht viel Zeit verstrich, bis die Entscheidung fiel, die eigene Musik auch mit dem eigenen Namen zu unterschreiben.
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.