Empfehlung des Tages: Futurebae – Trostpflaster
Pop, Hip-Hop, R&B… egal welchen Style man Futurebae an den Kopf schmeißen mag, sie ist eine der vielversprechendsten Newcomer:innen dieses Genres. Unter anderem, weil ihre Tracks immer eine gewisse Leichtigkeit haben – selbst wenn es um ernste Themen geht wie die Objektifizierung von weiblich gelesenen Personen in „Männer lol“ oder eskapistischen Partyrausch in „Lass Sie Reden“: Futurebae schafft stets einen smoothen hier-Genre-einfügen-Banger daraus und hat dennoch einiges zu sagen. Hörbar melancholisch und trotzdem poppig kommt auch „Trostpflaster“ daher – aber leichte Kost ist es in keinem Fall. Wie sie selbst sagt: „,Trostpflaster‘ soll sich unangenehm anfühlen und weh tun.“
Wunden und Pflaster
Denn hier steckt Futurebae ganz viele komplizierte Gefühle und Nicht-Gefühle hinein: „Ich habe in dem Song meine Angst verarbeitet, mich nicht nochmal verlieben zu können. Es geht ums Nicht-allein-sein-wollen, ums Benutzen und Benutztwerden – um die Sehnsucht nach Liebe, ums Akzeptieren und Einsehen der eigenen (nicht)vorhandenen Gefühle. Manchmal mag man jemanden sehr und genießt die Zeit zusammen, aber für mehr reicht es einfach nicht.“
Auch wenn ihr Gegenüber alles für sie tut, muss sie zugeben: „Mon ami, ich wär‘ so gern in dich verliebt / Doch mein Herz liegt noch bei ihm und ich bleibe nur bei dir, bis du meine Wunde schließt“. Diese aufrichtige Art schlägt sich in einer Performance nieder, die statt ihrer sonst eher frechen Attitüde nun verletzt und mutlos klingt. Und mit der melodischen Hook schafft es Futurebae dann doch wieder, sich in den Kopf zu bohren – und genau dort stecken zu bleiben, wo es wehtut.
Futurebae – Berlin Love Affair Tour – präsentiert von DIFFUS:
09.11.23 Erfurt, Kalif Storch
10.11.23 München, Ampere
11.11.23 Wien, Werk
15.11.23 Köln, Yuca
16.11.23 Frankfurt, Brotfabrik
17.11.23 Berlin, Franz Club
18.11.23 Hamburg, Uebel & Gefährlich Turmzimmer
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