Empfehlung des Tages: girli – sqirm
Erst Anfang diesen Jahres hat girli mit „Slap On The Wrist“ einen eingängigen Protest-Song releast. Auf ihrer neuen Single „squirm“ bewegt sie sich nun irgendwo zwischen nervöser Anziehung und völliger Reizüberflutung. Verzerrte Indie-Sleaze-Gitarren treffen auf treibende Drums. Alles wirkt ein bisschen zu schnell, ein bisschen zu intensiv und beschreibt wie diese feine Grenze zwischen Verknalltsein und Obsession zu verschwimmen beginnt: „You’re making me squirm / Goddamn you’re the worst“.
Girli fängt genau diese unbeholfenen Momente ein: Das Overthinking, die peinlichen Gedanken, dieses ständige Kreisen um eine Person. Zeilen wie „It’s just a crush, nothing major“ wirken dabei fast wie ein gescheiterter Versuch, sich selbst zu beruhigen, während längst alles aus dem Ruder läuft. Statt das Ganze zu romantisieren, spielt sie bewusst mit der Absurdität solcher Situationen und macht daraus einen selbstbewussten, leicht ironischen Song. Gleichzeitig zeigt „Squirm“ aber auch, wie sehr sich ihr Sound weiterentwickelt hat. Mittlerweile ist girli deutlich weniger Hochglanz und direkt. So entsteht ein Track, der neugierig darauf macht, wohin die Reise auf ihrem kommenden Album gehen könnte. Der Release des Projekts ist für den 8. Mai angedacht.
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