Empfehlung des Tages: Immi – Painkiller
Das Gefühl, dass eine andere Person die Lösung zum inneren Konflikt mit sich selbst ist, wird scheinbar leicht verspürt. Irgendwann merkt man, dass es jedoch nicht so einfach ist – doch bis dahin bleibt der verspürte Schmerz scheinbar gestillt, zumindest für einen gewissen Zeitraum. „Ich glaube, du bist mein Painkiller / Endlich bin ich ich selbst wieder“, singt Immi auf der Hook seines neuen Tracks „Painkiller“. Auf einer treibenden Hymne stimmt der Rapper gleichzeitig eine Liebeserklärung und Street-Anekdote an, die an diese eine Person gerichtet ist.
Zuvor noch „isyans & dramas“ (Kummer und Leid) verspürt, betäubt Immi diesen Schmerz mit „Painkiller“. Mit der Zeile „Du betäubst mich so wie Rauschgift“ zeigt der Künstler jedoch, dass die Dosis das Gift macht und eine Abstinenz der Gefühle nicht immer zu etwas Positivem führt. Auch im Instrumental des Songs ist diese Dualität zu spüren – Immi bewegt sich hier zwischen treibenden Sounds, die förmlich auf den Dancefloor ziehen und düsteren Stimmungen, die ihn wie „ein Stranger“ fühlen lassen. Der Song ist dabei ein weiterer Vorbote zur kommenden EP von Immi und wurde mit einem Video unter Regie von Robert Wunsch unterstrichen.
Immi alias Shootingstar
Immi hat sich in den vergangenen zwei Jahren von 0 auf 100 in die Playlisten von über 400.000 Fans gespielt, die monatlich seine Songs auf Spotify streamen. Dabei mischt der aufstrebende Rapper wuchtige, moderne Trap-Produktionen mit poppigen Ohrwurm-Sounds und sucht mit jeder weiteren, eingängigen Hook nach dem nächsten großen Hit. Mit „Painkiller“ scheint er einen davon gefunden und sich tief in den Herzschmerz seiner Hörenden getappt zu haben.
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.