Empfehlung des Tages: maja kemper – alles ziemlich laut grade
Mit Maja Kemper bekommt die deutsche Indie-Pop-Szene spannenden Zuwachs. Die 20-jährige Musikerin, die als Tochter zweier Musiktherapeuten am Bodensee aufwuchs, tauschte nach dem Abitur 2025 die ländliche Idylle gegen Aufnahmestudios in Berlin und Hamburg. Während sie Covers und ihre ersten eigenen Songs wie „festnetztelefon“ auf TikTok teilte und dort über Nacht einige Aufmerksamkeit erregte, basiert ihr musikalisches Können auf jahrelanger Übung an der Gitarre. Was mit englischen Texten begann, hat sich mittlerweile zu einem melancholischen, deutschsprachigen Indiefolkpop entwickelt, der durch eine intime Stimme und eine drastische, tagebuchartige Ehrlichkeit besticht. Ihr Sound bewegt sich also irgendwo zischen Lizzy McAlpine, Paula Hartmann und Levin Liam. Von ihrem Können ist auch die Popakademie Baden-Württemberg überzeugt, die die junge Künstlerin letztes Jahr in ihrer Bandpool aufnahm. Jetzt veröffentlicht Maja ihre Debüt-EP „alles ziemlich laut grade“ mit sieben Songs.
„alles ziemlich laut grade“ bei der Gen-Z
Inhaltlich geht es in Majas neuer EP viel um Themen, die vor allem die Generation Z beschäftigen: Dating-App-Frust, enormer Leistungsdruck der sozialen Medien oder toxische Situationships. Im gleichnamigen Song „alles ziemlich laut grade“ hält sie den Moment fest, in dem die eigenen Gedanken alles übertonen: „Ist alles ziemlich laut grade, ich sag‘ Sachen, die ich selber nicht mal glauben kann / Ich lehn‘ mich aus dem nächsten Fenster, bis ich rausfall‘ und denk an dich ein bisschen mehr als ich grad‘ aushalt‘.“ Diese persönlichen Einblicke hält Maja nicht nur als Songs auf Streamingplattformen fest, sondern bringt sie dieses Jahr auch auf die Bühne: Nachdem sie bereits als Support für Künstler wie Egon Werler überzeugte, festigt Maja im Frühjahr 2026 ihren Status als gefragte Newcomerin als Support-Act für Wilhelmine und LEVKA auf deren Touren.
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