Empfehlung des Tages: Minoa – Not Cool
Ina Klos alias Minoa brachte mit “Forward, Backward, Start Again” letzten Freitag ihr Debüt-Album raus. Auf den acht Songs der Platte schwingt die Komponistin, Songwriterin und Sängerin schüttet Minoa ihre Seele auf die Strophen der einzelnen Songs. Das hört und spürt man vor allem. Einer diese Seelen-Offenbarungen nennt sich “Not Cool”.
Du bist nicht cool
Auf “Not Cool” besingt die Musikerin eine zerbrochene Beziehung mit einem toxischen Menschen. Eine Trennung erfolgt, nachdem sich dieser als narzisstisch und rücksichtslos herausstellt. Jonglierend mit Herzen aufrichtiger Menschen wird die Person von Minoa gekonnt provoziert und festgestellt: Sie weiß überhaupt nicht, was sie will. Dabei trotzdem gelassen und weich spricht die Künstlerin die Person im Song direkt an – an der Oberfläche scheint die Person „cool“ zu sein, innerlich sieht es jedoch ganz anders aus: „You are not cool / Think of what you miss / You are not cool / Your mask is blind from bliss“. Wenn man jedoch genauer zuhört, dann schwingt in der Single auch Gesellschaftskritik mit. Zu oft wird Wert auf Oberflächlichkeiten und Äußeres gelegt, das durch Medienkonsum nur bestärkt wird.
Musik in der Wiege
Minoa, die im US-amerikanischen Huston, Texas geboren, jedoch in Hannover aufgewachsen ist, wurde bereits in frühen Jahren musikalisch gefördert. Und das ist in ihren Songs durchaus hörbar. Neben Unterricht am Klavier wurde Minoa auch stimmlich geschult und sang gleichzeitig nicht nur im Chor, sondern auch in einer Jazz-Combo und einer Schulband. Die acht Songs des Albums gestalten sich demnach klanglich hochwertig und klingen glanzvoll poliert wie eine teure Vase, die man nur an Feiertagen zur Dekoration auf den Tisch stellt.
“Not cool” war der erste Song, den die Musikerin zusammen mit Bassisten Till Schomburg produzierte. Nachdem ihre Zusammenarbeit so prachtvolle Früchte trug, entschieden sie sich fortan weiter an Songs zu arbeiten und so entstanden glatt vier weitere Produktionen auf den Album.
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