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Empfehlung des Tages: Naomi Westlake – Mann Im Mond

Posted in: News
Tagged: Naomi Westlake

Der „Mann Im Mond” lässt sich als popkulturelle Figur, schwer auf einen bestimmten Moment zurückführen. Oft wird er in Kombination mit dem gleichnamigen US-Film von 1991 genannt oder erinnert an die ikonische Single von Die Prinzen, die im selben Jahr erschien. Bei manchen geht zu dem Titel aber vielleicht auch direkt ein Ohrwurm los, der schon 1950 von einem deutschen Komponisten kreiert wurde: „Lallelu, nur der Mann im Mond schaut zu …”. Mit diesem berühmten Kinderlied hat Naomi Westlakes neue Single aber nicht wirklich etwas zu tun. Statt für Schutz und Geborgenheit steht ihr „Mann Im Mond” für einen Außenseiter, der aus distanzierter Ferne beobachtet. Der Beat entfaltet sich dazu in einem düsteren Trap- und Dark-Ambient-Vibe.

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Naomi Westlake: Zwischen Off-Pop und Trap-Sound

Schaut man sich die vorherigen Releases von Naomi Westlake an, kann man sie seit 2024 irgendwo zwischen Tech-House und Hyper-Pop verorten. 2025 sang sie auf „für immer stars“ noch über eine Drum & Bass-Line und auch ihre restlichen Tracks bewegen sich normalerweise in dieser Mischung aus tanzbaren R&B-, Hip-Hop- und treibenden elektronischen Elementen. Ein Sound der die deutsche Musikwelt letzten Sommer in einem regelrechten Chokehold hatte. Die Single „Lippen blau” klang dann wie eine Mischung aus Nina Chuba und Kraftklub im Club-Gewandt. Noami und ihr Produzent bezeichnen die Genre-Vielfalt selbst als Off-Pop. 

„Mann im Mond” scheint nun einen deutlich düsteren Sound einzuleiten und erinnert mit Naomi Westlakes verzerrter Stimme und deutlichen Trap-Elementen auch an Rapperin Charlize oder große Hip-Hop-Namen wie Souly. Wabernde, tiefe Dark-Ambient-Synths und bedrohliche Drums lassen eine beunruhigende, treibende Atmosphäre entstehen, die sich auch durch die Lyrics des Releases zieht. Wie es sich für eine vielversprechende Newcomerin gehört, hat Naomi Westlake ihren Song vor der Veröffentlichung natürlich auch bei Unreleased Berlin performt.

Der Protagonist, den Naomi in ihrer neuen Single beschreibt, scheint von tiefer Isolation und Einsamkeit geplagt: „Niemand hat gefragt / Niemand schaut dich an / Niemand ist grad für dich da”. Ebenfalls macht die Sängerin klar, dass dieser Zustand nicht neu ist:„Mann im Mond, das bist du, immer schon / das bist du schon gewohnt”. Ihr „Mann Im Mond” wandelt wie ein „einsamer Stern im Universum” durchs „Niemandsland”. Wie diese Einsamkeit zustande kam, wird nicht deutlich. Zwar scheint die Isolation an manchen Stellen selbst gewählt: „Du baust dir ein Haus aus Glas und denkst du kommst alleine klar”, doch um einen wohltuenden Rückzug scheint es sich dabei nicht zu handeln: „Es fällt dir grad so schwer”

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