DIFFUS

Empfehlung des Tages: REMOTE BONDAGE – GOOD GIRL (go to hell)

Posted in: News
Tagged: Remote Bondage

Das Berliner Quintett Remote Bondage ist bekannt dafür, in Songs wie „ALLE LEBEN SCHNELLER“ Gesellschaftskritik über eingängige, rockige Sounds zu transportieren. Und auch auf ihrem neuen Album „GOOD GIRL“ bleiben sie sich in dieser Hinsicht treu. In Tracks wie „GOOD GIRL (go to hell)“ lassen sie kein gutes Haar an gegenwärtigen patriarchalen Strukturen. Im Text machen sie klar: Wer gesellschaftlich dazu konditioniert wurde, stets das nette Mädchen zu mimen, bleibt nicht nur metaphorisch im Hintergrund. Die Band besingt diesen Zustand mit den Zeilen: „Sie gibt ihren Raum auf für die ander’n / weil sie’s leider so gelernt hat“.

Das „GOOD GIRL“ kommt nicht in den Himmel

Treffend analysiert die Band, dass der Wunsch nach sozialer Teilhabe nicht damit erfüllt werden kann, nicht anzuecken. Remote Bondage drehen den Spieß um, denn good Girls kommen bei ihnen nicht in den Himmel. Im Handumdrehen verbannen sie die Figur deshalb ins Jenseits, was sich im Refrain manifestiert: „Schickt das good girl in die Hölle / reißt ihre Flügel ab / es gibt zwar gute Mädchen / doch die sind nicht für euch gemacht.“ Im zweiten Teil des Songs resümieren sie außerdem: „Sie tauscht ja gegen nein ein / will nicht gut sondern echt sein“ und setzen somit ein empowerndes Statement.

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


Im Musikvideo zeigen sich Hanna, Sima, Wynonna, und Louise von Remote Bondage zunächst als Schönheitskönig:innen in Schärpen mit „Pretty Girl“-Aufdruck. Im Verlauf des Videos brechen die Musiker:innen dann aber aus dem Schönheitswahn aus: Symbole für unrealistische Körperideale wie ein Maßband werfen sie von sich und der perfekt sitzende Lippenstift wird verschmiert. Dieser Befreiungsschlag führt dazu, dass die Bühne des Schönheitswettbewerbs im Chaos versinkt. Fast zeitgleich zum Release startet die Gruppe eine Tour durch elf Städte, um ihre rasant wachsende Community auch live mit ihren wichtigen Botschaften zu erreichen.

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


Cover neues DIFFUS Magazin

Das neue DIFFUS Print-Magazin

Titelstory: SSIO

Außerdem im Heft: Interviews mit badmómzjay, t-low, Magda, Paula Engels, fcukers, Betterov uvm. Außerdem große Reportagen über Kneipenkultur, Queer Rage und Essays!