Empfehlung des Tages: Roller Derby – Say How Come
„Roller Derby“ als Bandnamen zu nehmen, lässt bereits nach verträumter Nostalgie und 80er-Vibes vermuten. Diese These wird vom Hamburger Indie-Trio auf ihrer neuen Single „Say How Come“ auch genau so umgesetzt und bestätigt. Zwischen Dreampop und Synth-Wave kommen dabei tiefe Gefühle an die Oberfläche und werden von verträumtem Schwelgen zu harter Realität.
Mit ihrem neunten Song fangen Roller Derby mit Shoegaze-Gitarren und glänzender Melancholie das Gefühl ein, das oft nach dem Zerbrechen einer Beziehung folgt. Wenn die einst so warmen Gefühle langsam kalt werden und es stattdessen plötzlich leer ist. Philine Meyer, Manuel Romero Soria und Max Nielsen lassen auf ihrem neunten Song verspielte Melodien zusammenkommen und verbildlichen ihre Gefühle im dazugehörigen Musikvideo. Die Visualisierung beinhaltet kunstvolle Einstellungen, die an psychedelische Filmexperimente aus den 70ern erinnern. „Wir wollten verschiedene prä-Computer Techniken und visuelle Effekte mischen, um einen sehr spezifischen Look zu erzeugen”, so die Band.
Roller Derby wurde 2020 gegründet. In den folgenden Pandemiejahren veröffentlichte die Band eher sporadisch Singles, trotzdem zeichnete sich hier schon eine klare Soundpalette ab. Die Musik von Roller Derby schwebt zwischen der melancholischen Wave- und Synth-Pop-Musik der 80er und dem verträumten Stil von aktuellen Bands wie Beach House. Auffällig ist dabei vor allem der englische Gesang von Philine Meyer, der nicht nur mit einer erstaunlichen Reife beeindruckt, sondern auch unmissverständlich klar macht: Roller Derby wollen nicht nur Deutschland, sie wollen die ganze Welt. Wer sich von dem Talent der Band persönlich überzeugen möchte, kann das nicht nur über diverse Streamingdidenste tun, sondern sie auch noch in diesem Jahr live und in Farbe erleben:
Roller Derby Live – präsentiert von DIFFUS
29.11.22 Mainz – Schon Schön
30.11.22 Köln – Blue Shell
02.12.22 Stuttgart – Werkstatthaus
05.12.22 München – Milla Club
06.12.22 Leipzig – Neues Schauspiel
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.