Empfehlung des Tages: Streichelt – „Allderscheiß“
Es gibt Songs, die wollen einen trösten. Und dann gibt es Songs wie „Allderscheiß“ von Streichelt, die den ganzen Frust einfach rauslassen. Zwischen Doomscrolling, Krisenmeldungen und allgemeiner Weltmüdigkeit liefert der Nürnberger Musiker einen Wutausbruch, der sich lieber auf der Tanzfläche entlädt, als im Stillen zu verpuffen.
Getragen von einem treibenden Breakbeat treffen gewohnt scharfsinnige Wortspiele auf unverblümte Gesellschaftskritik. Streichelt bleibt dabei seinem Sound treu: Irgendwo zwischen NNDW, elektronischen Einflüssen und eingängigen Popmelodien entsteht Musik, die gleichzeitig zum Nachdenken und zum Bewegen bringt.
Dabei hatte der Künstler selbst gehofft, dass der Song bis zur Veröffentlichung vielleicht gar nicht mehr so aktuell sein würde. Stattdessen schreibt er auf Instagram: „Der Text ist aktueller denn je, wahrscheinlich zeitlos wenn man ehrlich ist.“ Trotz aller Ernüchterung verliert Streichelt seinen Optimismus aber nicht. Lieber macht er „wie immer das Beste draus, tanzen, knutschen und sagen tollen Leuten wie toll sie sind.“ Nach drei EPs ist die Single bereits der vierte Vorbote auf Streichelts Debütalbum, das am 20. November erscheint – und lässt die Vorfreude auf das Gesamtwerk nur noch weiter wachsen.
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