Empfehlung des Tages: Working Men’s Club – Cut
Ein Working Men’s Club ist eine Vereinigung der Arbeiterklasse in Teilen Großbritanniens, Irlands und Australiens. Die Clubs entstanden im 19. Jahrhundert und gelten bis heute als soziale Zusammenkunft zur Freizeitgestaltung. Viele der ehemaligen Clubs werden heute aber als Kultur- und Veranstaltungsorte genutzt. Außerdem ist der Working Men’s Club eine ziemlich coole Synthpop-Band aus dem britischen Yorkshire. Unter Punkeinflüssen bewegt sich die vierköpfige Band auf offenen Genre Definitionen. Zum Song “Cut” aus ihrem neuen Album “Fear Fear” veröffentlichten sie vor kurzem ein mitreisendes Musikvideo.
Lebhafte Liveshow als Video
Auf elektronischen Synthesizern und coolen Indie-Gitarren liefern Working Men’s Club einen Track, der eine Mischung aus Post-Punk und Synthpop erstellt. Zusammen mit dem Video ergibt sich eine Welle aus Tanzbarkeit, Emotionen und reichlich Lust, ein Konzert der Band zu sehen. Denn das Video verkörpert eine Livedarbietung von „Cut“, die im The Social in London gefilmt wurde. Mit rot-grünen Visuals, von Videoproduzenten DahDitDit entwickelt, bekommt der Track eine dunkle Lebhaftigkeit, der den Sound unterstreicht.
Der Name der Band wurde übrigens deshalb gewählt, weil der Trades Club in West-Yorkshire später in Form eines Venues zahlreiche Post-Punk oder New Wave Bands für ihre Shows beheimatete. Diese hatten einen enormen Einfluss auf die Band und so benannten sie ihre musikalische Zusammenarbeit nach dem, was der Trades Club einst war: Ein “Working Men’s Club”. Ihre hier entstandene musikalische Sozialisierung spürt man spätestens dann, wenn man sich ihr neues Album “Fear, Fear” anhört. Nicht nur der Sound, sondern auch die Stimmfarbe der Sängers Syd Minsky-Sargeant erinnert an die ein oder andere englische Post-Punk Band.
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.