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Erst nüchtern, dann besoffen: PA69 rufen zur „XXL“-Releaseparty

Posted in: News
Tagged: PA69

Tatort Humboldthain, Tathergang verdächtig unverdächtig. Die Berliner Clubschlange ist am vergangenen Donnerstag in bester Laune, raucht sich für die Album-Releaseshow warm und trinkt alkoholfreies Bier. Zu mindestens letzteres scheint fürs PA69-Klientel ein wenig off. „Biertornado“, „Kingmische“, „20 gute Gründe“, „Komplett blau“ – normalerweise ist die Rapformation um DJ Dope, Turbogianni und Rabatto dem Konsum von lecker Bierchen nicht abgeneigt. Heute wird für das „nüchternste Konzert der Welt (von PA69)“ am Einlass gepustet – Zutritt nur mit 0,0 Promille.

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„Wir gehen rein“ mit PA69 – vorerst aber nüchtern

Im Humboldthain selbst hat für das Trio alles angefangen. Schon damals feierte man dort die erste Releaseparty. Eine EP, ein Mixtape und diverse Singles später wird heute vorerst nüchtern „XXL“ gefeiert – das langersehnte Debütalbum der maskierten Berliner. Der Club ist pickepackevoll, doch spätestens nach dem Titeltrack „XXL“ und den ersten All-Time-Classics löst sich die Sardinenformation in Ekstase auf – auch ohne Alkohol. Nach der obligatorischen Awareness-Durchsage folgt dann gewissermaßen jene Single vom Album, an die sich Rücksicht im Moshpit, Respekt gegenüber den Mitmenschen, Naziverbot und Shirtanlassen vorrangig richtet: „Der allerletzte Mann“. 

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Produziert von Luke Wake ist „Der allerletzte Mann“ gewissermaßen die Antwort auf „man darf ja gar nix mehr sagen“ und bringt PA69s ironisches Songwriting auf den Punkt: „Conscious-Rap für Bewusstlose“ – mit Toleranz und Selbstreflexion. Auch im Musikvideo werden alle traurigen Alphamann-Klischees hopsgenommen, um dann gemeinsam beerdigt zu werden. Als Belohnung gibts im Humboldthain für alle Überlebenden Freibier. Nach dem ersten Set läuten die Jungs nämlich noch am selben Abend das „besoffenste Konzert der Welt (von PA69)“ ein.

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„XXL“-Debütalbum mit Freibier

Ordentlich angeheitert wird jetzt beim Einlass in den Konzertsaal der Promille-Highscore von Fan zu Fan übertrumpft. Set zwei ist dann ein „XXL“-Rundumschlag durch die neue Platte. „Meine Stadt“ als Punk-Ausflug mit den Drunken Masters, „RAN AN DIE BULETTEN“ mit Ikkimels Urlaubsvertretung Justin, „Woo Girl!“ mit 1/2-GbR und einem „Biertornado“ zum Grande Finale, der sich im Humboldthain mit Empore in der Raummitte auch ausgezeichnet umsetzen lässt. Bei der Zugabe bleibt dann noch Zeit, um „Danke“ zu sagen. Das Outro lässt sich als Counterpart zum Introtrack „Höhenangst“ hören. Heißt es zu Beginn noch: „Es kommt mir so vor, als wären wir langsam bekannt / Doch wir bleiben Untergrund, denn wir ham Höhenangst“, wird nach 11-Tracks das verdiente Resümee gezogen: „Ich wollt‘ mal „Danke“ sagen / Ich weiß, dass Eigenlob stinkt / Doch man soll ja auch nicht lügen, wir sind einfach die Kings“.

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