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Das Boot ist voll: Faber liefert einen Fingerzeig an die Ignoranz und kündigt sein neues Album an

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Am 1. August wurde der Song „Das Boot ist voll“ mit einer Textveränderung neu hochgeladen. Den Grund dafür lässt Faber über seine Social Media Kanäle verlauten: Das Lied und das Thema liegen mir zu sehr am Herzen um es bei einer Version zu belassen mit der ich nicht absolut zufrieden bin. Vor allem will ich nicht, dass ihr nach so wichtigen Strophen nur noch den Schwanz-Refrain im Kopf habt.Anstatt „Geh auf die Knie, wenn ich dir mein Schwanz zeig. Nimm ihn in den Volksmund, blond, blöd, blau und rein“ entschied sich der Schweizer nun für die jugendfreien Zeilen „Wenn sich 2019 33 wieder einschleicht. Wenn Menschlichkeit und Verstand deiner Wut weicht.“. Mit der Änderung geht Faber womöglich ein gewisses Risiko ein, dennoch wird seine Botschaft dadurch noch deutlicher.

Faber – Das Boot ist voll

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Vor etwas mehr als vier Jahren betrat Faber mit seiner ersten EP „Alles Gute“ die Bildfläche. Seitdem ist viel bei dem Schweizer Sänger passiert: Im Jahr 2016 folgte die zweite EP „Abstinenz“ und 2017 das Debüt-Album „Sei ein Faber im Wind“. Er spielte im Vorprogramm von unter anderem Sophie Hunger oder AnnenMayKantereit und trat etliche Male gemeinsam mit seiner Band für eigene Konzerte auf die Bühne. Aber Julian Pollina, so lautet Fabers bürgerlicher Name, ist nicht nur ein weiterer Singer-Songwriter, der sein Glück in der Musik sucht – er schafft es mit seinen klugen und einprägsamen Songtexten die gesellschaftlichen Problemen auf das Individuum zu übertragen und so fühlt sich jeder Zuhörer persönlich von ihm angesprochen. Nun veröffentlicht Faber den ersten Vorboten seines kommenden Albums „I Fucking Love My Life“, welches am 1. November 2019 erscheinen wird. Mit „Das Boot ist voll“ hält er der Gesellschaft einen Spiegel vor: Während tausende Flüchtlinge auf dem Mittelmeer ertrinken, macht sich ein Großteil der Bevölkerung Gedanken über Statussymbole oder verschließt die Augen vor der uns einholenden Vergangenheit. Faber selbst sagt dazu: „Es ist untragbar für eine Gesellschaft, wenn es auf die Frage, ob man Ertrinkende retten sollte, überhaupt zwei Antworten gibt“.

Im Video zu „Das Boot ist voll“ sitzt Faber am Strand vor einem Klavier. Im Hintergrund geht die Sonne über dem Meer unter, während im Vordergrund apokalyptische Reiter in den Krieg gegen die gesellschaftliche Ignoranz ziehen. Mit „Das Boot ist voll“ macht der schweizer Musiker erneut aufmerksam auf die Flüchtlingsdramen im Mittelmeer und rechnet dabei nicht nur mit der Denkweise vieler Menschen ab, die sich gegen die Aufnahme von Flüchtlingen aussprechen, sondern auch mit denjenigen, die dies nicht als ernstzunehmendes Problem anerkennen. „Insofern ist das auf dieser Ebene zunächst mal ein Wut-Song. Trotzdem bin ich auch ein Teil des Problems, das sind wir alle. Es geht auch darum, wie unsere Gier uns immer wieder zum Verhängnis wird.“sagt Julian Pollina selbst über die erste Auskopplung seines neuen Albums.

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