Zwischen Weltverbesserer und Ignoranz – Faber hält mit „Generation YouPorn“ der Gesellschaft den Spiegel vor
Vor etwas mehr als vier Jahren betrat Julian Pollina alias Faber mit seiner ersten EP „Alles Gute“ die Bildfläche. Im Jahr 2016 folgte die zweite EP „Abstinenz“ und 2017 das Debüt-Album „Sei ein Faber im Wind“. Er spielte nicht nur im Vorprogramm von Sophie Hunger und AnnenMayKantereit, sondern trat auch etliche Male gemeinsam mit seiner Band für eigene Konzerte auf die Bühne. Dass Faber nicht nur ein weiterer Singer-Songwriter in der Deutsch-Pop-Welt ist, beweist er immer wieder mit klugen Songtexten, die gesellschaftliche Probleme auf das Individuum übertragen und damit jeden Zuhörer persönlich ansprechen. Bestes Beispiel dafür ist die erste Single „Das Boot ist voll“ seines am 1. November erscheinenden Albums „I Fucking Love My Life“. Darin setzt sich Faber mit der Flüchtlingskrise und besonders den Menschen, die sich gegen die Aufnahme von Flüchtlingen aussprechen und dies nicht als ernstzunehmendes Problem anerkennen, auseinander. Mit „Generation YouPorn“ erscheint nun die zweite Single des neuen Albums. Darin gibt sich Faber gleichermaßen gesellschaftskritisch, ohne sich selbst aus dieser Kritik zu nehmen. So findet sich Faber, wie viele andere auch, gefangen zwischen Weltverbesserer und Gemütlichkeit. Zwischen wollen und tatsächlich machen. Zwischen Wissen und Ignoranz. Da ist es kein Wunder, dass man früher oder später an sich selbst zweifelt. Faber gelingt es mit „Generation YouPorn“ nicht nur dem Rest der Welt, sondern auch sich selbst den Spiegel vorzuhalten. Dies verdeutlicht sich auch im Musikvideo zum Song: Darin wird dieser Spiegel zum Gefängnis.
Faber – Generation YouPorn
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