„Fotze Wieder Da“: Nura besinnt sich zurück auf ihren unverblümten und „muttergefickten“ Rap
„Szene is wack, bin wieder weg / Mach‘ wieder muttergefickten Rap / Lippen sind echt, Titten sind fett / Tiger King — ich habe Streifen am Ass (For real) / Meine Haut ist braun (Aha), meine Haare kraus (Okay) / White Chicks sind auch black Girls, bekomm’n dafür Applaus, ah“, Nura hat die Ohrwurm-Melodien gegen harte Ansagen und spitze Szene-Kritik ausgetauscht. In „Fotze Wieder Da“ lässt sie ihrem Unmut dem aktuellen Rap-Geschehen gegenüber ungefiltert freien Lauf. Auch „Hier Oben“ kommt ohne gesungene Hook aus und setzt auf selbstironische Lines, die sich mit ihrem vor Kleingeld klimpernden Kontostand und Nuras Erfolg auseinandersetzen. Auch auf musikalischer Ebene kann man dank der drückenden und mächtigen Beats aus der Drunken Masters-Audio-Schmiede eine klare Entwicklung feststellen. Obwohl beide Tracks zuweilen sehr ernst sind, machen sie nicht zuletzt durch die ausgefeilte Produktionen unheimlich viel Spaß und regen in einem den Wunsch, einen Club nach allen Regeln der Kunst abzureißen.
Nura – Fotze Wieder Da / Hier Oben
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Das dazugehörige Splitvideo zeigt im „Fotze Wieder Da“-Part eine imposant gestylte Nura mit einem mehrere Meter langen Pferdeschwanz. Gerade im Bezug auf den Songtext dürfte die Symbolik hinter der ausgefallenen Frisur eindeutig sein. Der zweite Teil des Clips ist wesentlich bildintensiver und greift einige Lines aus „Hier Oben“ auf. So können wir die Königin der PET-Flaschen auf ihrem Thron bestaunen und ihr dabei zusehen, wie sie im Kleingeld badet. Letzterer Umstand ist eine liebevolle Referenz an ein ikonisches Bild von niemand geringerem als Tupac Shakur. Ob das ein Zeichen dafür ist, dass Nuras nächstes Album ganz im Stern des „muttergefickten“ Rap steht, bleibt abzuwarten. Wir begrüßen die stilistische Entscheidung aber mit offenen Armen und freuen uns darauf, die „neue“ Nura über eine ordentliche Clubanlage zu erfahren und dabei endlich mal wieder so richtig auszurasten.
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