Fünf Songs, fünf Geschichten: Mit seinem Kurzfilm „Violet“ entführt uns Nicolas Fehr in andere Welten
Der Sound von Nicolas Fehr ist einmalig. Spielerisch heißt er die unterschiedlichsten Kultur-und Genre-Einflüsse in seiner Musik willkommen und besitzt das Talent, sie alle auf eine harmonische Art und Weise miteinander zu kombinieren. Dieses Talent ist vermutlich nur eine der vielen Fähigkeiten, die sich Fehr innerhalb seiner künstlerischen Ausbildung aneignet. Aufgewachsen in Connecticut, zieht der Musiker als Teenager nach Deutschland, um dort an der Hochschule für Kunst und Design in Karlsruhe Medienkunst und Szenografie zu studieren. In dieser Zeit arbeitet Nicolas häufig mit Gruppen der darstellenden Künste, Regisseuren und anderen Bands zusammen, sodass er als Multiinstrumentalist bald mit Lea Porcelain und Jungstötter auf Tournee geht.
Nicolas Fehr – Violet (Kurzfilm)
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Nun dürfen wir dann endlich erleben, welchen kreativen Output das Soloprojekt Fehrs für die Ohren des Feuilletons bereithält. „Violet“ heißt das Ergebnis und enthält insgesamt acht abwechslungsreiche und nuancierte Titel, die sich in ihrer Klangfarbe zwar oft voneinander unterscheiden, dennoch wie durch unsichtbare Fäden miteinander verbunden sind. So finden sowohl verträumte Pop-Songs (Rosegarden, Bubble Trouble, Leo, Yokai), elektronische Experimente (Das Jahr 2359) oder auch rein instrumentalen Kompositionen (Mooons, Kural, Qutbuddin) ihren wohlverdienten Platz auf „Violet“.
Nicolas Fehr – Violet
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So vielfältig die ätherische Klangpalette Fehrs ist, so unterschiedlich sind auch die Bildwelten, in die uns der Wahlberliner in seinem begleitenden Kurzfilm zu „Violet“ mitnimmt. Gemeinsam mit Kartago Film entsteht ein neunminütiges experimentelles Filmprojekt, das durch den Einsatz der unterschiedlichen Songs gedanklich in fünf verschiedene Kapitel unterteil wird. Mal bunt und farbenfroh, mal trist und düster schildert der Film seltsame, verträumte Charaktere und Situationen, die aus der Zeit gefallen zu sein scheinen. Durch die Verwendung der „nostalgischen“ Videoformate miniDV und Hi8 sowie dementsprechendem Styling wird dieser Eindruck verstärkt. Untertitel fügen dem experimentellen Projekt eine weitere Erzählebene hinzu und runden den Kurzfilm perfekt ab. Auch wenn die Originalität Fehrs Kunst einigen Konsumentinnen vielleicht den Zugang zu seinen Inhalten erschwert, bietet seine Musik ebenso wie der heute veröffentlichte Kurzfilm eine Menge Interpretationsspielraum, den Kunst- und KulturliebhaberInnen definitiv zu schätzen wissen.
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