„Ha Ha Ha“: Kitty Kat lacht über ihre Hater
Kitty Kat war eine der ersten erfolgreichen, weiblichen Akteure in der deutschen Rapszene und beim legendären Deutschraplabel Aggro Berlin unter Vertrag. Mit ihrem Feature auf dem Sido-Track „Strip für mich“ wurde sie 2008 zu einer namhaften Größe im Deutschrap und ebnete Künstler:innen wie Badmómzjay oder Shirin David den Weg für eine Karriere im Rapgame. Letztgenannte „revanchierte“ sich im Herbst 2021 dafür und lud Kitty Kat als ersten weiblichen Featuregast auf einer ihrer Nummer-1-Singles ein. „Be a Hoe/Break a Hoe“, ging durch die Decke und bewies, dass Kitty Kat auch fast 20 Jahre nach dem Release ihrer ersten Single noch längst nicht eingerostet ist.
Kitty Kat – Ha Ha Ha
Sollte dieses glamouröse Comeback jedoch an irgendwem vorbeigegangen sein, dann wird Kitty Kat diesen Umstand nun mit ihrer neuen Solo-Single „Ha Ha Ha“ bereinigen. Punchlines sind für diese Frau nämlich kein Fremdwort. In „Ha Ha Ha“ sitzt jedes Wort an der richtigen Stelle, vorgetragen mit einer Attitude, die ihresgleichen sucht: „Ich zeig‘ den Pennern wie man rappt auf einen Banger-Beat / wer zuletzt lacht, lacht am besten – ich fick meine Enemies!“
Wer hier allerdings doch noch den gemeinsamen Track mit Shirin David im Ohr hat, der könnte sich nach der ersten Hook fragen, wieso man gewisse Parallelen oder Referenzen zu „Be a Hoe/Break a Hoe“ hört. Die Antwort liegt auf der Hand: „Der Song wurde durch das Feature mit Shirin David inspiriert“, erklärt Kitty Kat. „Sie ist genau wie viele andere auch mit meiner Musik groß und durch sie geprägt worden. Auf TikTok gibt es zum Beispiel ganz viele Mädchen, die mit meinen Sounds viral gehen, weil sie sich dazu krass entfalten können. Diese Mädels sehe ich alle – und für sie ist der Song gedacht.“
Shirin David feat. Kitty Kat – Be a Hoe / Break a Hoe
Und nicht nur textlich bezieht sich Kitty Kat in der ein oder anderen Line auf „Be a Hoe/Break a Hoe“. Auch die Beats erinnern bewusst an die scheppernden 808s aus dem letzten Jahr. Produziert wurde das Ganzen von Chris Kleiner, doch auch die Deutschrap-Mami selbst legte Hand an: „Ich habe damals schon mein erstes Album zur Hälfte mitproduziert und hatte das Bedürfnis, mich wieder selbst einzubringen, weil ich genau weiß, was für einen Sound ich haben will. Nach zwei Jahren Pandemie brauchte ich einfach neue Musik, die mir gute Laune gibt und zu der ich mich bewegen kann.“
Tanzbar ist „Ha Ha Ha“ in jedem Fall und genau deshalb können wir es kaum abwarten, bis uns der Track beim nächsten Clubbesuch um die Ohren fliegt.
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