Hallelujah – die Haim-Schwestern lassen uns im neuen Video an ihrem Zusammenhalt teilhaben
Das Geschwister-Trio Haim hat eine Bilderbuch-Karriere hingelegt: Ausverkaufte Headline-Shows, ihre Singles charten mit Regelmäßigkeit im oberen Drittel, aufregende Kollaborationen (zuletzt mit Charli XCX und Vampire Weekend), geliebt von Radiosendern, einem großen Publikum und den Kritikern. Mit ihren einzigartigen Harmonien haben Danielle, Alana und Este ihren Platz in der schnellen Welt der Popmusik gefunden. Das letzte Album „Something to tell you“ liegt mittlerweile gut zwei Jahr zurück, doch die drei aktuellen Singles, lassen Hoffnungen auf ein weiteres Album der Indie-Pop-Band größer werden. Mit „Summer Girl“ und „Now I’m in it“ haben sie bereits zwei Singles vorgelegt, die mit einer neuen Ernsthaftigkeit aufwarten und klar überzeugen konnten.
Haim – Hallelujah
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Das aktuelle Musikvideo ist ebenso reduziert wie der ruhige Song selbst. Mit „Hallelujah“ beweisen Haim, dass aus den vier beliebtesten Akkorden der Musikgeschichte immer noch etwas Neues und Großes entstehen kann. Danielle eröffnet das Lied mit einer gezupften Tonabfolge und wir sehen sie auf einer abgedunkelten Theaterbühne sitzen. Nach ihrem Part schiebt sie ihrer Schwerster Alana einen Stuhl zu und sie übernimmt die Lead-Stimme. Wieder einmal ist die Harmonie der Stimmen die Quintessenz des Songs und bekommt durch die zurückgenommene Begleitung noch einmal mehr Raum. Auch inhaltlich setzen sich die Schwestern in „Hallelujah“ mit ihrer Schwesternschaft und ihrem Zusammenhalt auseinander. Dabei wandeln sie durch die dunklen, leeren Raume eines großen Theaters. Gestärkt durch die jeweils andere, schweben Danielle und Alana Rücken an Rücken über dem Boden, wenn sie sich zum zarten Refrain treffen: „Why me? How’d I get this hallelujah“. Este tritt erst zum Ende des Songs auf. In ihrer Strophe teilt sie die Erfahrungen ihrer Diabetes-Erkrankung, die nicht selten zum 24/7 Job wird. Ihre Schwestern begleiten und unterstützen sie dabei: „They’ve been with me everyday supporting me and cheering me on since i was diagnosed at 14“, schrieb sie auf Instagram. Zum Schluss setzen unaufdringliche Streicher ein, die die fließende Melodie aufgehen lassen. Dazu begleiten wir Danielle aus den intimen Theaterräumen hinaus auf die Straße, wo ihre Schwestern schon auf sie warten. So zeitlos und innig klangen Haim selten. „Hallelujah“ bringt auf den Punkt, was der Musik der Drei seit Anfang an zugrunde lag.
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