Hard In Here – mit Solbrud, meth. und Frost, Pisse & Elend
Solbrud – IIII
Solbrud haben sich anscheinend auseinandergelebt, denn ihr viertes Album „IIII“ haben sie nicht kollektiv als Band, sondern einzeln geschrieben. Dabei bekam jedes der vier Bandmitglieder eine LP-Seite zur Verfügung gestellt, für die individuell und isoliert getextet und komponiert wurde. Lediglich die Aufnahmen der Songs fanden dann im Bandgefüge statt und verwandelten die Eigenbrötlerei in ein schlüssiges Ganzes.
Selbsterklärend gibt es auf „IIII“ so viele Facetten des Solbrud-Sounds zu hören wie nie zuvor, von ausschweifenden Epen wie dem 17-Minuten-Opener „Hvile“ bis hin zu den kürzeren Stücken der „Når Solen Brydes Del“-Suite, die ein eigenes in sich geschlossenes Album bilden könnten.
Die Atmosphäre steht bei Solbrud nach wie vor ganz klar im Vordergrund, auf ihrem vierten Album nutzen die Dänen jedoch mehr Stilmittel denn je, um diese heraufzubeschwören. Akustik-Parts, orchestral beeinflusste Kompositionen, traditionelles Black-Metal-Geschrammel, Doom, melodische Post-Black-Elemente und Classic-Rock-Akzente sorgen dafür, dass „IIII“ auch mit satten anderthalb Stunden Spielzeit nicht langweilig wird. Hat also doch seine Vorteile, wenn man alle einfach mal machen lässt.
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
meth. – SHAME
Fast fünf Jahre haben meth. gebraucht, um ihr zweites Album „SHAME“ aus sich heraus zu exorzieren. Kein Wunder, ist das alles doch wirklich keine leichte Kost. Sänger Seb Alvarez verarbeitet hier seinen Kampf mit einer bipolaren Störung und Alkoholabhängigkeit, seine Mitmusiker übersetzen seine innere Zerrissenheit in einen experimentellen, dissonanten und bedrängenden Sound, der seine fiesen Griffel von Noise Rock in Richtung Black Metal, Screamo und Industrial ausstreckt.
Mehr von Drum-Rhythmen als Gitarrenriffs geleitet und getrieben, hat „SHAME“ einen viszeralen Vibe, der die Spannungen, Konflikte und Ausbrüche in den Untiefen der Gefühlswelt spiegelt, die dem Album zugrunde liegen. Ob dieser Höllenritt zur Katharsis führt, ist unklar, aber wie heißt es so schön: „The only way past is through“ – und mittendrin im Wahnsinn sind wir hier auf jeden Fall.
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Frost, Pisse & Elend – Pisse
Die Genoss:innen von Frost, Pisse & Elend haben nach ihrer Debüt-EP „Frost“ Nachschlag in Form von „Pisse“ serviert (es dürfen nun Wetten abgegeben werden, wie EP Nummer drei heißen wird). Die Black-Metal-Punks aus Kiel ballern hier äußerst räudig im Zeichen des Antifaschismus, und das lieben wir ja. Die, nun ja, Angepisstheit des Trios ist unüberhörbar, unterbrochen wird die crusty Raserei nur selten mal von Spoken-Work-Samples und im finalen „Transcending Mortality“ von Downtempo-Banjo-Picking. Ganz was Feines.
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Askel – Cycles Of Ruin
Wer sagt, dass Finnen keinen Sludge können? Zwei Jahre nach ihrer Gründung veröffentlichen Askel aus Helsinki ihr erstes Album und verbreiten damit ordentlich miese Laune. Ihr selbsterklärter „Downtempo Noise“ auf „Cycles Of Ruin“ ist aggressiv, düster und unbequem. Wie ein Gletscher schiebt sich dieser Koloss aus Distortion, Feedback und miesem Gekeife aus den Boxen und man spürt förmlich, wie es direkt kälter im Raum wird.
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Hier gehts zur Hard in Here Playlist:
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Christina Wenig ist Redakteurin, Journalistin und Fotografin aus Berlin. Für Magazine wie Visions und Metal Hammer schreibt sie über Metal, Hardcore und Artverwandtes; auf ihrem Instagram-Kanal teilt sie Live-Eindrücke aus verschwitzten Clubs und sinniert über Feminismus, Antifaschismus, Filme und ihren Hund.
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.