Indie-Band Trümmer und Sängerin Sasha Koltsova setzen ein Zeichen für die Ukraine
Obwohl der Krieg in der Ukraine nun bereits seit einem halben Jahr anhält, wird immer seltener darüber berichtet. In den Medien hört man nur mehr sporadisch von der aktuellen Situation und die Spendenwellen, die Anfang des Jahres einströmten, begannen bereits nach den ersten Wochen wieder zu versiegen. Die deutsche Indie-Band Trümmer hat nun zusammen mit der ukrainischen Sängerin Sasha Koltsova den Song „Що за дверима“ veröffentlicht, um der Relativierung des Krieges gegenzusteuern und eine erneute Bewusstmachung einzuräumen.
Die Band Trümmer hat selbst persönlichen Bezug zu dem Land: “Wir haben 2018 selber in Kyiv gespielt und haben dort gute Freund:innen gewonnen, der Kontakt hält bis heute. Daher schicken wir all unsere Kraft und Unterstützung in die Ukraine, dieser Krieg muss beendet werden und die Ukraine in ihren Grenzen erhalten bleiben.”
Trümmer veröffentlichten bereits vor Ausbruch des Krieges ihren Song “Draußen vor der Tür”. Es ist ihr Statement gegen Rechtsradikalismus und Doppelmoral. Als kurz darauf eine Invasion Putins in die Ukraine beginnt, erweist sich, wie realitätsnah die Single ist. Dadurch entstand die Idee, den kompletten Track von Sasha Koltsova noch einmal neu interpretieren zu lassen und im Kontext des Kriegs in der Ukraine wiederzugeben.
Mit der Single setzten die Musiker:innen ein klares Zeichen. Der Song ist komplett auf ukrainischer Sprache verfasst, der Titel im kyrillischem Alphabet geschrieben. Doch selbst wenn man die Sprache nicht beherrscht, malt der hörbare Schmerz in dem Song Bilder. Nicht nur durch die Worte von Sasha Koltsova, sondern auch die packend düstere Melodie, die Trümmer musikalisch umsetzen, sprechen Bände.
Aufruf zur Spende
Durch den Song wird nicht nur an die aktuelle Lage in der Ukraine erinnert, sondern auch aktiv zur Unterstützung beigesteuert. Der Track kann für einen Euro heruntergeladen werden, nach Verfügbarkeit aber auch ein zusätzlicher Betrag gespendet werden. Hierbei gehen alle erworbenen Einnahmen an die Organisation Libereco, die sich für Menschenrechte und gezielte Hilfe in der Ukraine durch medizinische Versorgung, Evakuierungen in den Krisengebieten sowie alternative Unterkunftsmöglichkeiten für die Opfer einsetzt.
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