It’s a „Match“ – Blond haben die Nase voll vom Online-Dating und matchen sich selber
Das Chemnitzer Trio Blond hat einen neuen Song veröffentlicht. Es ist nun schon der vierte Song des Jahres und weiter fiebern die Fans von Blond dem kommenden Album entgegen. Denn die Schwestern Nina und Lotta und deren bester Freund Johann sind mit ihrem Indie-Rock-Glitzer-Pop-Mischung zwar schon seit 2016 auf der musikalischen Bildfläche Deutschlands, ein Album ist bislang aber noch nicht erschienen. Wann sollte bislang auch ein ganzes Album neben den Singles und EP’s auch entstehen, bei dem ausgiebigen Tourplan der Band, die von Festival zu Festival tingelt, Konzerte als Support, Headline und bei den Galakonzoerten sogar schon als Gastgeber spielt. Doch am 31. Januar 2020 ist es dann endlich soweit und Blond veröffentlichen ihr Debütalbum „Martini Sprite“. Zwischen all diesen Terminen und glamourösen Liveauftritten, haben es Blond nun aber geschafft eine neue Single zu präsentieren, die sogar mit einem Video erscheint.
Blond – Match
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Während Blond mit „Hit“ eine große Pop-Nummer ablieferte und sich auf „Thorsten“ ziemlich ironisch und unterhaltsam geben, werden auf dem neuen Song „Match“ weichere Töne angeschlagen. Trotz einiger kleiner Bissigkeiten, fällt die Ironie-Ebene weg und Blond zeigen sich ohne Sarkasmus. Sie besingen auf „Match“ die Sehnsucht nach Zweisamkeit und arbeiten sich dabei an den unzähligen Dating-Portalen und ihren utopischen Slogans ab. Es werden kleine Anekdoten und Online-Dating-Klischees geteilt. Dennoch ist es kein klassischer Herzschmerz-Song, denn es geht hier nicht um ein gebrochenes Herz oder unerwiderte Liebe, sondern viel eher um das ständige Daneben-Liegen und das Problem, sich in dem Dating-Sumpf gar nicht erst zu verlieben. Obwohl der Song mit einem catchy Bass-Solo beginnt, verschwindet dieser rasch hinter melancholischeren Synthesizern, was sich auch am Ende, wo der Text eine positive Wendung nimmt, nicht ändert. Die leicht drückende, schwermütige Begleitung bleibt also, während man sich vermeintlich zu sich selbst bekennt und auf die ewige Partnersuche scheißt. In den Bildern straucheln Nina, Lotta und Johann zunächst durch mehrere typische Paar-Motive, doch letzten Endes schaffen es Lotta, Nina und Johann auch alleine zu Wippen, partnerlos Tischtennis zu spielen und Tandem zu fahren. Und mal ehrlich – wer scheitert bitte alleine an einem Eisbecher für „Zwei“?!
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