K.I.Z, Casper und Kraftklub mit einem etwas anderen Crossover
Wer am vergangenen Wochenende auf der „Wiedervereinigung 2“ zugegen war, konnte schon ahnen: K.I.Z, Casper und Kraftklub hecken irgendetwas aus. Die Dreier-Konstellation spielte nicht nur ein großartiges Konzert in Berlin-Spandau, nein, es wurde auch noch ein gemeinsamer Song uraufgeführt. Einige Tage später können nun auch alle, die nicht live dabei waren, das emotionale Feuerwerk anhören: „Geboren weil du lebst“ von „Achtzig Tausend Millionen“, der Supergroup unter den Supergroups.
Dreifacher Abriss
Wer unser Magazin auch nur hin und wieder verfolgt, wird wissen: Casper, Kraftklub und K.I.Z finden wir allesamt super. Noch besser finden wir es, wenn diese Musiker:innen dann hin und wieder zusammen kommen. Ein entsprechendes Hochgefühl war es also, als am vergangenen Wochenende endlich die lange ersehnte „Wiedervereinigung 2“ in der Zitadelle Spandau über die Bühne ging.
Ein gemeinsames Konzert, das Casper, Kraftklub und K.I.Z schon planten, als man noch gar nicht absehen konnte, wann und wie Konzerte wieder möglich sein werden. Nun ist es aber soweit und die Musiker stehen zu ihrem Wort. Spandau wurde die Kulisse eines dreifachen Abriss’ und die eigenommenen Gelder wurden an die Live-Crew gespendet, die ja selten die Aufmerksamkeit und den Respekt erfährt, den sie verdienen würde.
Ein Song für das Phrasenschwein
Aber zurück zu unserem geliebten Triumvirat. Casper, Kraftklub und K.I.Z bespielten nicht nur dieselbe Bühne, sondern kredenzten auch noch gleich einen gemeinsamen Song. Dieser klang schon live nach der Kategorie „So bescheuert, dass es schon wieder geil ist“ – ein Eindruck, der sich nun auch mit dem offiziellen Musikvideo bestätigt.
Die Unheilig-Hommage im Songtitel „Geboren weil du lebst“, der Geist von Max Giesinger im gemeinsamen Künstlernamen Achtzig Tausend Millionen: Böse Zungen würden die neue Single als Trash abtun. Aber wenn die Jungs dann durchdachte Zeilen wie „Jeder wie er will, alles kann nichts muss / Wir gehen unser’n Weg, wir gehen ihn bis zum Schluss“ über melancholische Akustik-Gitarre vom Stapel lassen, steigen halt doch ein paar Tränchen in die Augen. Es gibt quasi kein Sprichwort, keine Floskel und Phrase, die während dieser drei Minuten Spielzeit nicht zum Einsatz kommen. Achtzig Tausend Millionen sind die Supergroup, die diese Bundesrepublik nie verdient, aber immer dringend gebraucht hat.
Das Video zum Song wurde übrigens zum Teil auf der „Wiedervereinigung 2“ gefilmt. Haltet also mal eure Augen offen, wenn ihr vor Ort wart, vielleicht entdeckt ihr euch wieder!
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