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Kraftklub releasen ihr fünftes Album „Sterben in Karl-Marx-Stadt“

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In „Sterben in Karl-Marx-Stadt“, dem fünften Album von Kraftklub, ist drinnen was draufsteht. Die Formation aus Chemnitz widmet sich auf dem Werk dem Tod in all seinen Facetten – von den unterschiedlichen Arten, wie man draufgehen kann („All die schönen Worte“) über die Party, die das Leben nach dem Tod bitte werden soll („Wenn ich tot bin, fang ich wieder an“) bis hin zu all den Dingen, die man noch „Ein letzte Mal“ tun will, bevor es zu Ende geht.

Die Band mit K und der Tod

Dass Kraftklub und der Tod sich so gut vertragen, liegt eigentlich auf der Hand. Denn schon immer ist die Musik der Gruppe rund um Frontman Felix Kummer mit genau der „Alles oder nichts“-Stimmung und Eindringlichkeit durchzogen, mit der man nur Leben kann, wenn man sich des Todes bewusst ist. Ein Hoch auf das Leben im Angesicht des Todes quasi. Das perfekte Beispiel hierfür ist die erste Single – und der wohl epischste Song in der gesamten Banddiskografie – „Schief in jedem Chor“.

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Die Hook „Solang noch einer fickt euch alle schrei’n / sind wir noch nicht verlor’n / wir haben immer Bock auf Streit / wir singen schief in jedem Chor“ schickt einen beim Hören verlässlich Gänsehaut über den Körper. Und alle eingefleischten Kraftklub-Fans sehen den Live-Moment schon vor sich, der vielleicht sogar die traditionellen „Wenn du mich küsst“-Chöre ablösen könnte.

Es hagelt Features!

Auffällig auf „Sterben in Karl-Marx-Stadt“: Kraftklub waren wohl noch selten so in Feature-Laune wie auf ihrem fünften Album. Neben den bereits vorausgekoppelten „Unsterblich sein“ mit Domiziana und „All die schönen Worte“ mit Faber enthält das am Freitag veröffentlichte Werk nämlich noch zwei weitere Kollaborationen.

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Zum einen den Track „Fallen in Liebe“ mit Nina Chuba, die ihre Kompatibilität mit Felix Kummer bereits als zweites Feature auf dem Kummer-Song „Der Letzte Song (Alles Wird Gut)“ unter Beweis stellen konnte. Und dann wäre da noch das Feature „Zeit aus dem Fenster“, auf dem Kraftklub gemeinsam mit Deichkind gemäß des Titels ihre Zeit vergeuden.

Sound-technisch bringen die vielen Features frischen Wind in den Kraftklubschen Indie-Rock, der ansonsten größtenteils am bisherigen Erfolgsrezept bestehend aus catchy Hooks, tanzbaren Songs und Mitschrei-Punchlines festhält. Ein Problem? Nicht für uns und ganz sicher auch nicht für die unzähligen Kraftklub-Fans, die mit „Sterben in Karl-Marx-Stadt“ zwölf neue Lieblingssongs auf dem Silbertablett serviert bekommen, die nur darauf warten auf der Live-Bühne ihre volle Kraft zu entfalten.

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