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„LUX“ von ROSALÍA: Von Oper bis „Berghain“

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Tagged: Rosalía

Nachdem Rosalía erst vor wenigen Tagen ihre neue Single „Berghain“ aus dem Nichts veröffentlichte, gab es am vergangenen Freitag direkt den nächsten Grund zur Freude. Die spanische Sängerin hat mit ihrem neuen Album „LUX“ regelrecht für Überraschung gesorgt. Rosalía hat schon in der Vergangenheit mit ihren Vorgängeralben wie „MOTOMAMI“ für Wirbel in der Popwelt gesorgt – „LUX“, ihr mittlerweile viertes Studioalbum“, dürfte nun erneut in Staunen versetzen.

Opernhafter Pop-Prunk

Bereits mit der einzigen Vorabsingle „Berghain“ hat Rosalía gezeigt, dass Großes bevorsteht. Auf „LUX“ liefert die Popsängerin dieses Mal Musik aus dem Himmel. Während wir schon auf „Berghain“ von einem Mix aus Klassik und Pop überrumpelt wurden, zeigt Rosalía ihre voll orchestrierte Wucht. Beim Hören von „LUX“ kommt es einem fast so vor, als würde man wie durch eine Oper geführt werden. Denn auch wenn manche Songs zu Beginn noch reduzierter klingen, wie „La Perla“, verfallen die Songs dem Prunk, den man sonst vor allem aus den klassischen Opern kennt. Mit Geigen und Trompeten zeigt Rosalía, wie pompös Popmusik klingen kann. Ohne große Verstärkung elektrischer Sounds erschafft die Pop-Musikerin ein Musikdrama. Mit halligen Sounds und klatschenden Händen auf „De Madrugá“ bis zu opulenten, düsteren Streichern auf „La Yugular“: Rosalía führt auf 15 Songs durch ihre musikalische Welt. Die Songs folgen dabei auch keinen klassischen Pop-Song-Strukturen und passen sich dem Weg der Emotionen der Musikerin an. Neben der Oper lassen sich auf Rosalías viertem Werk auch Einflüsse aus dem Flamenco und Pop-Avantgarde finden. Rosalía findet also einen Himmel in dem uns verschiedenste Genres erwarten.

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Rosalía leitet auf „LUX“ in ihre Welt aus vielsprachigen und herzergreifenden Songs. Während Rosalía schon auf „Berghain“ bewiesen hat, dass sie die Kunst vieler Sprachen besitzt, bleibt die Single nicht der einzige Song auf „LUX“, der ihr Sprach- und Gesangstalent zeigt. Neben Spanisch und Englisch, singt die Künstlerin unter anderem auch auf Deutsch, Katalanisch, Latein, Sizilianisch, Ukrainisch und Arabisch. Insgesamt beläuft es sich auf 13 Sprachen – also alles in allem ein monumentales Werk.

Zwischen Himmel und Selbstbefreiung

Rosalía entfaltet sich auf „LUX“ selbst. Während die Musikerin auf Songs wie „La Perla“ noch mit einem selbstverliebten Ex abrechnet oder auf einem Bonustrack auf der physischen Ausführung des Albums die Trennung von Musiker Rauw Alejandro aufarbeitet, findet Rosalía ihre Freiheit. Zwischen zarten Texten und prunkvollen Instrumentals setzt sich die Sängerin aber vor allem mit Weiblichkeit auseinander. Elegant und dabei fast schon magisch verknüpft Rosalía religiöse Symbolik mit den realen Erfahrungen von Frauen auf dieser Welt. „LUX“ handelt von Geschichten menschlicher Nähe, Schmerz und Transformation. Deswegen geht es an vielen Stellen auch um die Außenwelt und den eigenen Platz in eben dieser. Die Auseinandersetzung mit Religion und Gott, Erfahrungen gottesfürchtiger Frauen oder doch ganz simpel um Liebe und Erfüllung in unserer hektischen Zeit – all das lässt sich auf „LUX“ finden. In einem Interview mit der New York Times erzählt die Musikerin, dass sie mit dem Album Gott näherkommen wollte. Und zumindest für Rosalía-Fans dürfte das Album einer religiös-mystischen Erfahrung ähneln, die zuletzt auch neue Himmel erschließt.

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