Rosalía läuft mit ihrem neuen Album „Motomami“ auf Hochtouren
An Rosalía kommt man in der Pop-Welt schon lange nicht mehr vorbei und jetzt erst recht nicht, denn nach knapp vier Jahren ohne größeren Release veröffentlicht die junge Spanierin mit „Motomami“ ein Album voller Klang-Vielfalt.
Rosalía – Saoko
Der Song „Saoko“ leitet das Album ein und passend zum Albumtitel gibt es im Musikvideo jede Menge Motoren. Und auch lyrisch gibt es kein Tempolimit, wenn die spanische Künstlerin klarstellt, dass sie sich immer wieder wandelt und damit ganz bei sich bleibt. Dementsprechend sehen wir RosalÍa in den übrigen Musikvideos immer wieder in neuen Settings wie auf einer Karaoke-Party in Japan oder allein beim Rodeo-Reiten.
Rosalía schafft es Flamenco-Tradition mit Reggeaton und zart gesungene Melodien mit Trap zu vereinen und damit eine unvergleichliche Klanglandschaft zu erschaffen, die immer wieder Überraschungen bereithält. So singt sie auch um titelgebenden Track „Motomami“, dass sie nicht konkurrieren will, wenn es niemanden zum Vergleichen gibt.
Reggaeton und Flüster-Vocals
Der erste Song des Albums aber ist nicht „Motomami“, sondern der bereits erwähnte Track „Saoko“, ein Trap-Song mit dunklen Bässen und einem Reggaeton-Beat, der sich wie ein roter Faden durch die Songs des Albums zieht. Im darauffolgenden „Candy“ wird dieser Beat dann mit Flüster-Vocals und Synthies kombiniert.
Rosalía veröffentlichte bereits viele Hits mit namhaften Künstlern wie Bad Bunny oder Travis Scott, auf ihrem Album ist sie nun mit The Weeknd in „La Fama“ zu hören. „La Fama“ stellt dabei einen der eher ruhigeren Songs des Albums dar. Momente zum Durchatmen gibt es darüber hinaus mit vom Klavier getragenen Balladen wie „Hentai“ oder „Como un G“.
Ihr merkt: „Motomami“ ist vielseitig, energiegeladen und dann wieder ganz unvermittelt ruhig und sanft. Und wer jetzt denkt, alle Seiten von Rosalía kennengelernt zu haben, hat sich sicherlich getäuscht, denn auch bei ihrer nächsten Veröffentlichung wird die Musikerin sicherlich wieder einige Überraschungen parat haben. Hoffen wir nur, dass es bis dahin nicht wieder vier Jahre braucht!
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