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In ihrem Video zu „Klebstoff“ lässt sich Mine von fremden Passanten bemalen

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Letzten Oktober noch war die Idee eines neuen Mine Albums kaum mehr als eine Vermutung, die mit dem Song „Spiegelbild“ zum Leben erweckt wurde. Spätestens seit Freitag können Fans der Berliner Allzweck-Musikerin endgültig aufatmen, denn Mine hat ihr 3. Soloalbum „Klebstoff“ angekündigt. Mit der Ankündigung wurde der gleichnamige Titelsong released, quasi als Vorgeschmack auf das, was uns am 12. April erwartet. In dem Song positioniert Mine mit chirurgischer Präzision jeden Synth, jede Gitarre, generell jedes Instrument und vor allem jedes Wort. Für die deutsche Sprache und die Kryptik ihrer Betonung hat Mine eine unschwer erkennbare Schwäche: “Klebstoff‹ klingt hart, aber gleichzeitig trotzdem weich und passt genau zu seiner Bedeutung. Ich finde das Bild interessant, dass jeder von uns mit Klebstoff umhüllt durch das Leben geht und alle Dinge, mit denen man in Kontakt kommt – positiv oder negativ – an einem kleben bleiben. Auch, wenn man das gar nicht will. Auch, wenn man schon längst woanders ist.“

Mine – Klebstoff

Diese Wortdeutung hat Mine im Video zu Klebstoff visuell dargestellt. Mit komplett weißem Outfit, zwei schwarzen Markern und erklärenden Schildern bewaffnet, hat sie sich auf die Straße gestellt und sich wortwörtlich beschreiben lassen. „ICH BIN NICHT MEIN BESTES ICH. Wenn du dich darin wiederfindest, schreib deinen Namen auf mich!“ lautete die explizite Anweisung, der etliche Passanten Folge leisteten. Im Laufe des Videos sieht man einige skeptische, freundliche und/oder signierende Menschen und viele Umarmungen und lächelnde Gesichter. Zum Ende hin sind sowohl Mines weiße Kleidung als auch ihr Gesicht, mit Unterschriften, Herzen und motivierenden Sprüchen versehen. Man könnte sie schon fast als Kunstwerk betrachten.

Im Mai 2019 kann übrigens man der beeindruckenden Liveshow von Mine beiwohnen, denn sie geht auf große „Klebstoff-Tour“.

DIFFUS präsentiert: Mine auf „Klebstoff“ Tour 2019

02.05. Köln, c/o pop Festival 03.05. Mannheim, Alte Feuerwache 04.05. Wiesbaden, Schlachthof 05.05. Hannover, Musikzentrum 07.05. Konstanz, Kulturladen 08.05. Stuttgart, Club Cann 09.05. Leipzig, Conne Island 10.05. Berlin, Columbia Theater 11.05. Hamburg, Mojo 15.05. AT Wien, Porgy Bess 16.05. Nürnberg, Hirsch 17.05. München, Ampere 18.05. CH Zürich, Dynamo – Werk 21

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