Mit Lisa Who im Planetarium: „Ich liebe das Universum und gleichzeitig macht es mich total fertig“
Die Berliner Musikerin Lisa Whohat Anfang des Jahres ihr Debütalbum „Sehnsucht“ veröffentlicht und zwischen verträumten Melodien und psychedelische Klängen eine warm-weiche Klanglandschaft präsentiert, die von Künstlern wie Chet Baker, Billie Holiday, Pink Floyd oder Air beeinflusst ist. In ihren melancholischen, hinreißenden und fesselnden Popsongs geht es um Unsicherheit, die Unberechenbarkeit der Dinge und das Fühlen des Moments.
Wenn Lisa Who Zeilen wie „Wie schön du bist, in der Abendsonne bei 26 Grad. Wie schön du bist, hast Du dir das mal klar gemacht?“ singt, lädt sie zum Innehalten und zum Verlieren in kosmische Weiten ein. Passend dazu präsentiert die Sängerin ihr Album am 11. Mai 2017 bei einem besonderen Konzertabend im Zeiss-Großplanetarium in Berlin. Für erste Vorbereitungen zu diesem Konzert hat Lisa Who zusammen mit ihrer Band bereits vor einigen Tagen das beeindruckende Planetarium an der Prenzlauer Allee besucht – wir waren dabei.



Das Planetarium ist ein Ort, an dem man in diese magische Atmosphäre eintauchen kannKurze Zeit später spielt Lisa Who begleitet von einer Akustikgitarre einen ihrer Songs an und es wird einmal mehr deutlich, warum ihre Musik genau an diesen außergewöhnlichen Ort gehört: Ihre teils psychedelischen Klänge und die eindringliche Stimme ergeben zusammen mit den Sternenbildern ein stimmiges Bild, das sich auch schon Progressive Rock-Bands in den 1960er und 1970er-Jahren zu Nutze machten. „Ich liebe das Universum und gleichzeitig macht es mich total fertig, darüber nachzudenken, wie groß alles ist und wie klein die Welt beziehungsweise wie winzig ich in dem Ganzen bin. Das Planetarium ist ein Ort, an dem man in diese magische Atmosphäre eintauchen kann. Für mich war es schon ganz früh im Entstehungsprozess des Albums ein Traum, dort zu spielen, weil ich finde, dass Bilder von Sternenkollisionen und Weltraumnebeln perfekt zu der Musik passen“ erzählt Lisa. Die Besucher ihres Konzertes könnten sich im besten Falle darauf einstellen, eine Stunde lang weggetragen zu werden – musikalisch und optisch.




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