Mitski öffnet in „I’ll Change for You“ die Türen zum Tansy House
Manchmal kann das Verlangen danach, geliebt zu werden, so groß sein, das man alles dafür tun würde. Das weiß auch Mitski und liefert uns mit ihrer neuen Single „I’ll Change for You“ eine gefühlvolle Introspektive. Gleichzeitig gilt der Release als Einstimmung auf das achte Album der Indie-Musikerin „Nothing’s About to Happen to Me“, das am 27. Februar 2026 erscheint.
„I’ll Change for You“ ist in mittlerem Tempo gehalten und kommt weniger rockig als Vorgänger wie „Washing Machine Heart“ oder „Where’s my Phone?“ daher. Die klassische Musikausbildung der Künstlerin kommt dafür voll zur Geltung und Mitski schöpft aus einem reichen instrumentalen Repertoire: Zu hören ist ein Arrangement aus delikaten Streichern, Flöte und Gitarre. Dazu sorgen ein sanftes Schlagzeug, ein jazziges Klavier und Vibrafon für Einflüsse aus dem Bossa Nova. Während Mitskis rohe Stimme auf diesem Klangteppich davongetragen wird, entsteht eine erdende Schwere im Text. Mit dem Refrain „’Cause I’ll do anything for you to love me again / If you don’t like me now I will change for you“ verleiht die amerikanisch-japanische Künstlerin ihrer Sehnsucht Nachdruck.
I’ll change for you: Mitski zwischen Isolation und dem Drang, dazuzugehören
Die Singer-Songwriterin wurde in Japan geboren, in ihrer Kindheit und Jugend ist ihre Familie jedoch 13 Mal umgezogen. So häufig das Land zu wechseln, war für sie nicht leicht. Ihre Schwierigkeiten damit, Anschluss zu finden, hatten vermutlich auch einen Einfluss auf das Konzept des kommenden Albums „Nothing’s About to Happen to Me“. Mitski erzählt darin die Geschichte einer Außenseiterin, die sich in ihrem „Tansy House“ ein eigenes Reich geschaffen hat. Im Musikvideo zu „I’ll Change for You“ öffnet sie die Türen und gewährt Einblick in eine chaotische und zugleich friedvolle Welt zwischen antiken Möbeln, eleganten Kleidern und herumliegendem Krimskrams. Um der Isolation zu trotzen, lädt Mitski weltweit zu Live-Listening und Scrapbooking Events ein, die am 21. Februar auch in mehreren deutschen Städten stattfinden sollen.
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