Musikalische Gratwanderung – Tua veröffentlicht zwei neue Songs
Mit „Grau“ lieferte Tua 2010 einen Meilenstein der deutschen Rap-Geschichte. Der damals 22-jährige vermischt darauf Einflüsse aus HipHop, Electro und Drum & Bass und formte daraus, seinen ganz eigenen, unkonventionellen Sound. Auf dem genreübergreifenden Meisterwerk kreierte der Reutlinger eine Melancholie, die sich in die Köpfe der Zuhörer einbrannte. In der Zwischenzeit machte Tua vor allem als Teil der HipHop-Crew Die Orsons und ihrem sarkastischen Rap-Stil auf sich aufmerksam. Zwar arbeitete er trotzdem weiter an seinem Solo-Projekt, veröffentlichte unter anderem die EPs „Raus“ und „Stevia“ und das Kollabo-Album „Evigila“ mit seinem Freund Vasee, auf einen gebührenden Nachfolger von „Grau“ mussten Fans allerdings bis Anfang dieses Jahres warten. Im März erschien dann endlich das langersehnte, selbstbetitelte Solo-Album des Rappers. Man merkt – Tua ist reifer geworden. Seine Songs sind nicht mehr von der gleichen Wut getragen und musikalisch präsentiert er ein Soundbild, dass im Vergleich zu seinem früheren Schaffen schon als Pop bezeichnet werden kann. Zum Glück lies Tua mit neuer Musik nicht wieder zehn Jahre auf sich warte, denn nur knapp ein halbes Jahr nach Veröffentlichung des Albums legt der Rapper mit den Songs „Früh genug“ und „Legenden“ jetzt nach.
Tua – Früh genug
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Selbst auf diesen zwei Tracks spiegelt sich Tuas musikalische Gratwanderung zwischen Pop und Rap wieder. Auf „Früh genug“ zeigt er seine weiche Seite. Mit sanfter, gefühlvoller Stimme und über seichte Rhythmen hinweg, singt er darüber noch etwas mehr Zeit mit einer geliebten Person verbringen zu wollen. Der Rapper gibt sich emotional und nachdenklich, ohne dabei gekünstelt oder kitschig zu wirken. Im Gegenteil dazu ist „Legenden“ eine schnellere Nummer, die immer wieder auf Autotune-Elemente zurückgreift. Dabei rappt Tua, nicht weniger emotional als bei „Früh genug“, über seine Freunde – und diejenigen die zu Fremden geworden sind. Bereits im März hat sich Moderatorin Daniela Ammermann für unsere Titelstory mit Tua im Berliner Funkhaus getroffen. Im Gespräch reden die beiden über den Weg zu seinem langerwarteten Solo-Album. Außerdem sprechen die Beiden über Heimat, Tua’s Pop-Begriff und Selbstperfektion.
Tua im großen Interview
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