Videopremiere: „Electricman“ von Newcomer Nathaniel Caperaa visualisiert das romantische Landleben
Schon im zarten Alter von fünfzehn Jahren, als der französische Musiker die Schule abbrach, stand bei Nathaniel Caperaa der Entschluss fest, Musik zu machen. Schule abgebrochen und kein Geld in der Tasche, werden die Koffer gepackt, denn das Reiseziel Nashville, Tennessee ist Programm. Wie so viele MusikerInnen zieht es das junge Talent in das Mekka der Country-Musik. Doch bis dorthin sollte Caperaa es gar nicht erst schaffen, New York ist schuld. Dort gestrandet, zieht er Nacht für Nacht von Jamsession zu Jamsession und versucht sein Glück in Broadway-Pubs. Auch wenn sich die folgenden Sätze ein wenig wie ein 0815 Filmskript lesen, Caperaa soll in einem der typisch schreiend gelben Taxen den wiener Filmregisseur Lorenz Uhl kennen. Schnell entsteht eine Freundschaft, die die beiden nur ein halbes Jahr später erneut in Wien zusammenführen soll. Caperaa präsentiert dem Filmemacher kurzerhand eine Demo, die Uhls filmische Vorstellungskraft sofort anregt. Dass Caperaa für das für das nun premierte Musikvideo verantwortlich sein soll, wurde in besagtem Moment schlagartig entschieden. Verantwortlich für die blühende Darstellung sind also vermutlich nicht nur die Verhältnisse, in denen der Newcomer aufwuchs, sondern auch die visuelle Expertise Uhls.
Nathaniel Caperaa – Electric Man
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Dass bei Nathaniel Caperaa offenbar die gesamte Diskografie der Beatles, insbesondere die von John Lennon, aus den heimischen Lautsprechern schallte, hört man deutlich aus der wehmütigen Debütsingle heraus. „Electricman“ vereint gekonnt den Vibe der 60s mit dem aktuellen Zeitgeist. Fast schon psychedelisch treibt die markante Stimme des Weltenbummlers Caperaa über den ruhigen Song. Visuell liefert Uhl Bilder, die das Gefühl von freigeistiger Freiheit perfekt untermalen. Zwischen pittoresker Natur und Sonnenstrahlen, welche sich ihren Weg zwischen den tanzenden Protagonisten bahnen, erschafft der Wiener Regisseur ein Musikvideo, das nicht besser hätte visuelles Pendant zum melancholischen Debüt Caperaa’s sein können.
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