Negroman & JuJu Rogers im Videointerview zur gemeinsamen „Black History Month“ Tour
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Auf den ersten Blick machen Negroman und JuJu Rogers sehr verschiedene Musik. Letzterer ist Sohn eines US-amerikanischen G.I.s und einer Deutsch-Österreicherin und verhandelt damit gezwungenermaßen Themen wie Identität und Diskriminierung, aber auch gesellschaftliche Realität im Allgemeinen in seiner Musik. Das findet auf seinem aktuellen Album „40 acres n some mula“ mit Beats zwischen analoger Instrumentierung und tiefen 808s statt. Ein purer Hörgenuss, der mehr oder weniger konventionell im Hip Hop beheimatet bleibt. Das kann man von Negroman aus dem Sichtexot-Lager nicht unbedingt behaupten. Er macht aus Hip-Hop Dada, verschlüsselt seine Inhalte in verdrehte Lautmalereien auf experimentellen Beat-Fragmenten. Sein aktuelles Album „Cuck“ spielt mit Humor und Ernst, in Textzeilen, die tief in der Musik vergraben sind: „Ich hab vergessen, mir Kippen zu holen/ Bin also immernoch bei meinem Sohn“. Aber so bizarr Negromans Stilmittel auch sind, er setzt sich zwischen den Zeilen mit ähnlichen Themen wie Kollege JuJu Rogers auseinander. Hautfarbe und damit verbundene Perspektiven auf sich selbst und die Welt sind Thema, genauso Männlichkeit und Sexualität. An diesen Inhalten arbeiten sich beide Rapper auf ganz verschiedene Art und Weise ab und gerade dieser Kontrast macht die Mischung spannend – so spannend, dass Negroman und JuJu Rogers im Februar und März 2020 auf gemeinsame Tour gehen. Der Name deutet dabei schon den Themenkosmos an: „Black History Month“-Tour, das „His“ ist dabei durchgestrichen, denn mit klassischer Männlichkeit können beide nichts anfangen.
Negroman und JuJu Rogers auf „Black History Month“-Tour – präsentiert von DIFFUS
12. März -München, Milla 13. März -Würzburg, B-Hof 14. März -Offenburg, Reithalle (Foyer) 19. März -Basel, Hirscheneck 20. März -St. Gallen, Flon
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