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Neu entdeckt: Friso veröffentlicht seine Debüt-EP „Lost Tapes“

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„Nostalgisch, verträumt und autobiografisch“, so klingt Friso – sagt er zumindest selbst. Im März 2022 veröffentlichte er seine Debütsingle „Stairway“ und wagte sich damit zum ersten Mal auf Solopfade. Musik macht er aber schon viel länger. Sowohl als eine Hälfte des Elektro-Pop Duos Filo als auch in der Zusammenarbeit mit Paula Hartman, die ebenfalls eine gute Freundin des Newcomers ist, sammelt Friso schon zuvor einige Erfahrungen im Musikbusiness. Mit zuletzt Genannter stand er übrigens erst kürzlich und ganz spontan auf der Mainstage des Splash! Festivals. 

Anfang 2020 fühlt sich Friso jedoch dazu berufen, etwas Eigenes zu machen. Das Ergebnis soll zusammenhängend und nostalgisch sein – fast wie eine Kassette. „Erst wollte ich ein Album daraus machen, aber nach einigen Gesprächen habe ich mich dagegen entschieden.“, erklärt Friso in einem Interview mit Sophie Drews auf Instagram. Gesagt getan: Er schließt sich in seinem Keller, in dem sich auch sein Studio befindet, ein und findet neuen Inspiration und vor allem ein Konzept für seine Debüt-EP.

Besagte EP trägt den Titel „Lost Tapes“ und ist nun erschienen. Zwar ist der Titel „Lost Tapes“ etwas irreführend, denn schließlich sind alle Tracks darauf extra für jene EP entstanden und keinesfalls verloren gegangene Einzelstücke, trotzdem ist für den Singer-Songwriter gerade dieser Kontrast etwas ganz Besonderes. Außerdem, sagt Friso selbst, steht das Wort „lost“ sehr repräsentativ für seine Generation und vor allem den Freundeskreis, in dem sich der Hamburger bewegt. 

Welcome to the „Lost Tapes“

„Lost Tapes“ beginnt nicht einfach so. Friso heißt uns wortwörtlich auf seiner EP persönlich willkommen – erst in einer Sprachmemo und dann auch musikalisch. „Everything Starts with an Idea“, der erste Track der EP, bildet das Intro und bereitet den:die Zuhörer:in dementsprechend auf die kommenden 18,5 min vor. Eine besondere Intimität entsteht hier vor allem durch den Einsatz von Ausschnitten aus Sprachmemos: „Ich vernachlässige eigentlich so die Sachen, die ich machen möchte. Kennst du das, wenn du aufgeregt bist – aber die schlechte Aufregung. (…) Seit zwei Jahren liegt dieses Projekt rum und gleichzeitig entwickeln sich die Sachen auch irgendwie von selbst. (…) That’s what the ‚Lost Tapes‘ is about. Welcome to the ‚Lost Tapes‘.“

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Die darauffolgenden fünf Songs sind ein Blick in Frisos Tagebuch, seine Gedanken- und Gefühlswelt. Sie erzählen von durchzechten Nächten, Beziehungsdrama und Einsamkeit. Aber vor allem sind sie auch ein Abbild der Frage: Wer bin ich und wer will ich eigentlich sein? Friso lässt es irgendwie spielerisch aussehen, manchmal einfach verloren zu sein. So schafft er es, aus dieser innerlichen Zerrissenheit melancholische und trotzdem starke Popsongs zu machen, zu denen man gleichzeitig hypnotisch tanzen oder bitterlich weinen könnte – fast wie ein Soundtrack, der sich der individuellen Gefühlslage anpasst. 

Zum Schluss und nach einem kleinen Up und Down der Gefühle entlässt uns Friso dann auch schon wieder in die reale Welt – und zwar so wie „Lost Tapes“ auch begonnen hat: „Welcome to the ‚Lost Tapes.“ 

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