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Neues Album „Cerulean“ von Danny L. Harle: Hyperpop als diffuser Sci-Fi-Traum

Posted in: News
Tagged: Danny L. Harle

Als Lieblingsproduzent der aktuellen Popstar-Elite treibt Danny L. Harle den Hyperpop mit seinem neuen Album „Cerulean“ auf die Spitze der Übertreibung. Unterstützung bekommt er von namhaften Features wie Dua Lipa, Clairo und PinkPantheress. Bei genauer Betrachtung auch kein Wunder, denn der Grammy-nominierte Produzent aus Großbritannien hat schon eine beeindruckende Riege an Superstars produziert. Darunter auch FKA Twigs, Caroline Polachek und Charli xcx. Letztere hat den Hyperpop mit ihrer „BRAT“-Era dann auch weltweit ins Rampenlicht gerückt. Ein Sound, der im besten Sinne nach „digitalem Zeitalter“ klingt und sich perfekt in den bunten Internet-Wahnsinn der Gen Z zu fügen scheint. 

Die meist minimalistischen Beats zeichnen sich vor allem durch eine avantgardistische Herangehensweise an besonders grell gestaltete Pop-Musik aus und lassen Einflüsse von Electronic, Hip-Hop und Dance-Musik durchscheinen. Hyperpop bewegt sich dabei auf einer Art Metaebene, in der man die typischen Chartmuster hinterfragt und sie in einer fast schon ironischen Art und Weise wieder aufnimmt. 

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Dystopische Dance-Vibes auf „Cerulean“

In seinem selbst ernannten Debütalbum „Cerulean“ bleibt auch Danny L. Harle diesem Konzept treu und entführt in eine diffuse Traumwelt. Euphorische Europop-Vibes treffen in „Cerulean“ auf übertrieben hochgepitchte und bearbeitete Stimmen, schnelle Trance-Synths, treibende Bässe und geloopte Lyrics. Ein durchdachtes Sounddesign, das Harle mit eigenen Field Recordings noch zusätzlich aufwertet. Auf der Single „Crystallise My Tears” arbeitet er mit Oklou und MNEK zusammen, „Starlight” glänzt mit einem PinkPantheress-Feature und Caroline Polachek ist mit einem Breakbeat auf „On&On” und „Azimuth” zu hören. Während „Facing Away“ mit Clairo etwas experimenteller und melancholischer klingt, gibt sich der progressive House-Track „Two Hearts“ mit Dua Lipa deutlich tanzbarer aber irgendwie auch dystopisch.

Das Cover des Albums rundet den Ausflug in Danny L. Harles futuristische Soundvision mit einem mystischen Sci-Fi-Design ab. In einem dreißigminütigen Musikvideo führt der Produzent dieses Konzept dann noch weiter. Als Inspiration für „Cerulean“ soll übrigens Andrei Tarkovskys Sci-Fi-Klassiker „Stalker“ von 1979 gedient haben.

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