Noch immer ein Geheimtipp: Der Elegante Rest mit „Lessons In Japanese“
Jörg Wolschina kann als Sänger, Songwriter und Mastermind der Berliner / Leipziger Band Der Elegante Restauf ereignisreiche Jahre zurückblicken, ist aber trotzdem nie in den Fokus der Massen gerückt. Bereits im Jahr 2008 erschien mit „Warten auf das Ende der Welt“ das erste Album des Indie-Pop Quartetts. Kurze Zeit später gelangte man über die befreundete Gruppe Das Trojanische Pferd zum österreichischen Label Problembär Records (u.a. Wanda, Der Nino aus Wien), bei dem man in der Folgezeit zunächst das Album „Nebel auf dem Kontinent“ und dann „Ungeduld“ veröffentlichte. Obwohl Wolschina und seine Kollegen Andreas Schwaiger, Daniel Dexter und Philipp Rohmer als fabelhafte Liveband gelten, wollte sich der Erfolg nie so richtig einstellen und so widmete man sich anderen Projekten: Jörg Wolschina konnte man zum Beispiel als Bandmitglied von LOT oder Die Stahlharten Bäuche erleben. Mit „Lessons In Japanese“ erscheint am 13. Mai 2016 nun ein neues Album von Der Elegante Rest.
Das neue Album macht deutlich, warum es womöglich sogar gut ist, dass der große Erfolg für Der Elegante Rest ausblieb. Auf „Lessons In Japanese“ treffen Post-Pop und Blues-Riffs auf verquerte Songwriter-Ansätze – eine mutige Kombination, die man mittlerweile nur noch selten in deutschsprachiger Musik finden kann. Vergleicht man das Ganze mit Musik von Andreas Spechtl oder Jochen Distelmeyer, wird man feststellen, dass hier besonders in der Art zu Texten einige Parallelen bestehen. Jörg Wolschina wirkt in allem aber noch etwas befreiter als seine Kollegen. So singt er in „Silent Path“: „Ich lass mich vollaufen mein Kind, weil wir uns nicht mehr einig sind“ und der Song „Silvester“ entwickelt sich mit seinem Refrain „Sag einfach auf Wiedersehen, hier kommt die Nacht wie ein Haufen Geld, ich war auf Liebe eingestellt“ zu einem eingängigen Indie-Hit. Der Elegante Rest live: 13.05. – Berlin, Antje Öklesund 15.05. – Wien, Chelsea 22.05. – Leipzig, naTo
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