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Paul Eisen hebt ab zum psychedelisch-poppigen „Weltraumspaziergang“

Posted in: News
Tagged: Paul Eisen

Um Pauls Mission im All zu verstehen, muss man vielleicht erstmal auf der Erde anfangen – genau genommen in Ost-Berlin. Hier wird Paul Eisen geboren, geprägt und geformt, von heimischen Techno, englischen Indie und allem dazwischen. Das Dasein als bloßer Musik-Konsument lässt er schnell hinter sich und wird zum Macher.

Er wirkt an den Soundtracks von großen Filmproduktionen mit, arbeitet mit international renommierten Musiker:innen und treibt seit 2019 auch sein eigenes Solo-Projekt voran. Das führt ihn 2021 zur Debüt-EP „Chaos Deluxe“, auf der Paul Eisen seinen alternativen Pop-Entwurf zwischen Harry Styles, Rio Reiser und den Gorillaz ausbreitet. Bereits im August 2022 startete er dann mit den ersten Singleauskopplungen seines jetzt kürzlich erschienen Albums „Weltraumspaziergang“.

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Über mehr als ein Jahr verteilt, veröffentlichte Paul Eisen immer wieder Häppchenweise Einblicke in sein Album „Weltraumspaziergang“. Angefangen mit der beschwingten Liebeserklärung mit Surf-Metapher „Swell“ über den titelgebenden Track „Weltraumspaziergang“ bis hin zur knallharten (und berechtigten), Abrechnung mit der „Macht der alten Männer“. Neben den insgesamt sieben zuvor veröffentlichen Singles, finden außerdem drei weitere Songs Platz auf dem Album und komplettieren die Tracklist. 

Verstrahlter Indie-Pop

Neu auf dem Album ist unteranderem der Song „Körper“, in dem Paul Eisen sein Verlangen nach Liebe und Intimität über einem weichen Bett aus Synths vertextet: „Gib mir nur ein bisschen deiner Love / spiel statt mit den Wörtern mit meinem Körper“. Im Vergleich zu anderen Songs auf dem Album reiht sich der minimalistische Klang von „Körper“ (oder auch „Eisenmangel“) damit zwar nur bedingt in den sonst so verstrahlten Indie-Pop-Sound der Platte ein, steht aber für eine Facette des Gesamtbildes. Hier stehen sonst zumeist majestätische Synth-Flächen, hallige Gitarren und Laid-Back-Drums auf dem Plan, die besonders den psychedelischen Pop von Tame Impala oder Beach House ins Gedächtnis rufen. Aber auch deutsche Musik-Kollegen wie Von Wegen Lisbeth dürften die verdrehte Catchyness vom „Weltraumspaziergang“ anerkennend abnicken.

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Nicht ganz, aber vielleicht fast so groß wie der Kosmos, durch den Paul Eisen auf dem Coverart seiner Platte fliegt, ist auch das Themen-Spektrum, das Paul Eisen auf „Weltraumspaziergang“ verhandelt. Egal ob Feminismus („Macht der alten Männer”), Armut („Unter den Rädern”), Gigantomanie („Weltraumspaziergang”) oder der allgegenwärtigen Vormarsch der künstlichen Intelligenz („K.I.”): Paul verpackt alles in spacigen, detailverliebten Indie-Songs, die die volle Aufmerksamkeit verdient haben.

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