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Härter als die Gebrüder Grimm: Ottessa Moshfegh und ihr Roman „Lapvona“

In dieser Folge haben wir schon wieder einen Blockbuster für euch, denn Ottessa Moshfegh ist nicht nur eine Lieblingsautorin von uns sondern auch eine Bestseller-Lieferantin. In der Pandemie entwickelte sich ihr Roman „Mein Jahr der Ruhe und Entspannung“ zum Book-TikTok-Hype, weil die Geschichte die Lockdown-Erfahrung schon Jahre zuvor sehr böse und gut getroffen hat. Bei Ottessa Moshfegh ging es allerdings nicht um einen Virus, der die Menschen zwingt, in der Wohnung zu bleiben, sondern um ein Model, das beschließt, auf Pillen ein Jahr lang durchzuschlafen, weil ihr die Menschheit außerhalb ihres Apartments ziemlich auf die Nerven geht. Das Werk von Ottessa Moshfegh ist eine wilde Reise. Ihr Debüt McGlue war eine Piratengeschichte, das Buch vor „Lapvona“, das „Der Tod in ihren Händen“ hieß, war eher dem Krimi nahe, und der aktuelle Roman ist eine Art Fabel, die in einem fiktiven Mittelalter spielt. Etwas überspitzt könnte man sagen, sie empfehle sich damit als Schwester der Gebrüder Grimm. Nur, dass es bei ihr noch etwas härter zugeht als bei den Grimms.

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